Nationales Zentrum Frühe Hilfen
Jubiläum
Durch präventiven Kinderschutz Chancen für ein gesundes Aufwachsen ermöglichen: Zehn Jahre Nationales Zentrum Frühe Hilfen.- Um die Entwicklung und Gesundheit ihrer Kinder angemessen fördern zu können, brauchen Eltern Kompetenzen, die durch Belastungen eingeschränkt sein können. Oftmals sind psychosoziale oder ökomische Faktoren dafür verantwortlich, dass Eltern notwendige Ressourcen fehlen. Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger stehen dann vor der Herausforderung, im Kontakt mit der Familie elterliche Kompetenzen zu stärken, zu erhalten oder auch wiederzuentdecken. Das Qualifizierungsmodul 5 Elterliche Kompetenzen Stärken wurde zusammen mit dem Felsenweg-Institut der Karl Kübel Stiftung erarbeitet und unterstützt die Fachkräfte bei dieser zentralen Aufgabe.
- Mit Blick auf die dauerhafte Sicherstellung von Netzwerken für Frühe Hilfen und die psychosoziale Unterstützung von Familien hat der NZFH-Beirat Empfehlungen für die zukünftige Ausrichtung und Weiterentwicklung des NZFH formuliert. Die Veröffentlichung basiert auf den Ergebnissen des Zwischenberichtes und beleuchtet insbesondere folgende Aufgaben des NZFH: Kooperationssysteme und Organisationsentwicklung, sowie Wirkungsorientierung, gesundheitliche und psychosoziale Entwicklung der Familien und Kinder in den Frühen Hilfen, Qualitätsentwicklung und Professionalisierung
Mit dem Ziel die Synergieen beider Bereiche aufzuzeigen, hat Prof. Raimund Geene für das NZFH ein Impulspapier Gesundheitsförderung und Frühe Hilfen verfasst. Die Publikation geht auf die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Gesundheitsförderuung und den Frühen Hilfen ein und soll Grundlage für gemeinsame Diskussionen bieten. Zudem werden unter Berücksichtigung der Regelungen im Präventionsgesetz Empfehlungen zur gegenseitigen Stärkung herausgearbeitet.
In Kooperation mit der der Deutschen Gesellschaft für systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF e.V.) hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen ein systemisches Qualifizierungsmodul für Netzwerkkoordinierende erarbeitet. Die Publikation richtet sich primär an Einrichtungen und Träger, die in der Weiterbildung von Netzwerkkoordinierenden aktiv sind und dabei gezielt systemische Inhalte und Methoden für diese Tätigkeit vermitteln möchten. Die Veröffentlichung Netzwerke Frühe Hilfen systemisch verstehen und koordinieren besteht aus vier Weiterbildungsbausteinen, die insbesondere auf den Erwerb personaler Kompetenzen zielen. Das Modul soll unter anderem dazu beitragen, die Verständigung zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen und Leistungsbereichen in den Netzwerken Frühe Hilfen zu unterstützen. Begleitend wurde der Evaluationsbericht zum Qualifizierungsmodul herausgegeben, der einen Einblick in individuelle Lernprozesse gibt und die Qualität der Weiterbildung näher beleuchtet.
Bundesgesundheitsblatt 10/2016
Sonderheft „Frühe Hilfen in Deutschland - Chancen und Herausforderungen"
Das Schwerpunktheft gibt einen Einblick in den aktuellen Stand der Wissensbasis. Einige der Beiträge haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DJI für das NZFH verfasst. Veröffentlicht werden unter anderem Befunde zur Erreichbarkeit vulnerabler Familien, zur fallbezogenen Kooperation zwischen den Hilfesystemen oder zu Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Gesundheitsfachkräften in den Frühen Hilfen. Die einzelnen Artikel können über die Seite des NZFH heruntergeladen werden.- Das NZFH hat als Koordinierungsstelle des Bundes den Bericht zur Bundesinitiative Frühe Hilfen 2016 vorgelegt. Die aktuelle Veröffentlichung stellt die Essenz der bislang gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen zur Umsetzung der Bundesinitiative dar. Er zeigt Erfolge auf, verweist aber auch auf zukünftige fachliche Entwicklungsbedarfe.
- Austausch und Kooperation auf kommunaler Ebene eröffnen Kitas neue Möglichkeiten auch belastete Familien beratend zu unterstützen. Der Beitrag Kindertagesbetreuung und Frühe Hilfen erläutert Chancen und Herausforderungen von Einrichtungen, die im Sozialraum gut vernetzt sind. Der Artikel von Dagmar Müller und Dr. Thomas Schübel ist in KiTa aktuell Recht veröffentlicht.
- Online-Publikationsreihe Impulse zur Netzwerkarbeit Frühe Hilfen: Prof. Dr. Raimund Geene erläutert in diesem Beitrag die Leistungen von verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens rund um die Geburt und in der Phase der frühen Kindheit. Er macht deutlich, dass das Wissen der Netzwerkpartnerinnen und -partner um die Handlungslogiken der verschiedenen Hilfesysteme eine zentrale Voraussetzung für gelingende Kooperation in den Frühen Hilfen ist und beschreibt, wie die Unterstützung von Familien durch Kooperation optimiert werden kann.
- Der Informationsdienst Bundesinitiative Frühe Hilfen aktuell widmet sich in der aktuellen Ausgabe (1/2018) der Bundesstiftung Frühe Hilfen, die zum Jahresbeginn 2018 die erfolgreiche Arbeit der Bundesinitiative Frühe Hilfen fortführt und gibt einen Rückblick auf zehn Jahre Frühe Hilfen.
- Wissenswertes und Aktuelles aus dem Bereich der Frühen Hilfen finden Sie auch in den jeweils aktuellen Newslettern und den regelmäßig erscheinenden Kurznachrichten.