Mit Blick auf alternde Gesellschaften und den zu erwartenden Mangel an Fachkräften in Europa ist es eine Herausforderung, vorhandene Ressourcen zu nutzen und weiter zu entwickeln. Für soziale Berufe kommt in diesem Zusammenhang den Kompetenzen, Wissensformen und Fertigkeiten, die in der Familienarbeit erworben werden, eine besondere Bedeutung zu. Im Projekt „Family Competencies Portfolio“ (FamCompass) wurde ein Portfolio-Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, Familienkompetenzen nachzuweisen und zu validieren. Ziel war es, benachteiligten Gruppen, z.B. MigrantInnen, älteren Arbeitsuchenden und Frauen, den Zugang zu Ausbildung und Arbeitsaufnahme zu erleichtern. Die im Bereich des informellen Lernens bereits entwickelten Verfahren wurden einbezogen und im Hinblick auf familienbezogene Lernerfahrungen ausgeweitet. Das vom DJI mitentwickelte Verfahren der „Kompetenzbilanz“ wurde explizit als Ausgangspunkt genommen. Koordiniert wurde das Projekt vom Higher Institute for Family Sciences, Brussels, Belgien. Weitere beteiligte Länder waren: Deutschland, Finnland, Litauen, Polen, Rumänien und die Slowakei