Wie Kinder in den ersten Lebensjahren betreut werden, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verändert. Damit gingen Debatten einher, bei denen die Forschungsarbeiten des DJI eine bedeutende Rolle spielten.
60 Jahre Forschung über Kinder, Jugendliche, Familien und die Institutionen, die sie im Leben begleiten
Gesellschaftliche Debatten und politische Reformen haben die Forschung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) geprägt, seit es im Jahr 1963 seine Arbeit aufgenommen hat. So wie auch Forschungsergebnisse des Instituts immer wieder politische Prozesse und gesellschaftliche Veränderungen angeregt haben. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des DJI beleuchten Wissenschaftler:innen dieses Zusammenspiel bei zentralen Themen. Sie beschreiben einerseits die Entwicklung der Lebenslagen von jungen Menschen und ihren Familien sowie die damit zusammenhängenden sozialstaatlichen Angebote, und andererseits, welche Unterstützung sie angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen benötigen.
Mütter im Balanceakt
Obwohl sie sich heute stärker am Arbeitsmarkt beteiligen, sind Mütter nach wie vor die Familienmacherinnen – und ihre Herausforderungen im Wesentlichen dieselben wie vor 60 Jahren. Sie zu bewältigen ist allerdings schwieriger geworden, schreibt Christina Boll, Leiterin der DJI-Familienabteilung.
Alte Männlichkeitsideale und neue Vaterrollen
Auch wenn sich heute viele Väter wünschen, mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen und sich die Kinderbetreuung partnerschaftlich aufzuteilen, ist die Realität eine andere. Welche Gründe es dafür gibt, beschreiben Anna Buschmeyer und Claudia Zerle-Elsäßer.
Forschungsmagazin DJI Impulse anlässlich 60 Jahre Deutsches Jugendinstitut
Gesellschaftliche Debatten und politische Reformen haben von Beginn an die Forschung des DJI geprägt – zeigt die aktuelle Ausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse.
Zur Vermessung des Wohlergehens
Um zu beschreiben, wie es Kindern und Jugendlichen geht, muss das Umfeld betrachtet werden, in dem sie sich bewegen. Aber auch ihre eigene Perspektive spielt eine wichtige Rolle, erläutern Inga Simm, Susanne Kuger und Hanna Lena Maly-Motta.
Kinderschutz mit blinden Flecken
Gewalt gegenüber Kindern kann erst besser bekämpft werden, wenn sowohl das Ausmaß von Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung als auch die Wirksamkeit von Schutzkonzepten umfassend empirisch geklärt werden.
Pflege- und Adoptivkinder besser versorgen
Obwohl das Bewusstsein für ihre Bedürfnisse und Rechte stetig gewachsen ist, leiden viele Pflege- und manche Adoptivkinder unter psychischen Belastungen. Beratungs- und Therapieangebote werden dringend gebraucht, fordern Ina Bovenschen und Heinz Kindler.
Barrieren beim Berufseinstieg
Der Weg in eine Ausbildung fällt gerade Jugendlichen mit niedrigen Bildungsabschlüssen häufig schwer. Birgit Reißig, Leiterin des DJI-Forschungsschwerpunkts „Übergänge im Jugendalter“ beschreibt Ursachen und Zusammenhänge.
Die Vielfalt junger Menschen sichtbar machen
Um die Bandbreite der Lebensweisen Jugendlicher besser abbilden zu können, hat sich das DJI in den vergangenen Jahren verstärkt den Gruppen gewidmet, die in der Forschung häufig vernachlässigt werden.
Sozial- und Bildungsberichterstattung zwischen Kontinuität und Innovation
Wie sich die Lebenssituationen von Kindern, Jugendlichen und Familien wandeln, erheben die Surveys des DJI seit den 1980er-Jahren. Dabei müssen gegensätzliche Ansprüche immer wieder ausbalanciert werden.
Die Kinder- und Jugendhilfe unter der Lupe
Für das Leben von Kindern, Jugendlichen und Familien haben die Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe an Bedeutung gewonnen. Damit ist auch der Bedarf an empirischen Daten zur Langzeitbeobachtung gestiegen.
60 Jahre Deutsches Jugendinstitut
Im Jahr 1963 nahm das Deutsche Jugendinstitut (DJI) in München seine Arbeit auf. Geforscht wird seither immer entlang gesellschaftlich relevanter Fragestellungen. Ein Überblick über Themen und Meilensteine in der Geschichte des Instituts.




