In der gemeinsamen Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen leistungsbezogenen, kulturellen und sozialen Voraussetzungen und Hintergründen soll, wie es der Inklusionsbegriff der UN-Konvention nahelegt, von der Besonderheit und den individuellen Bedürfnissen eines jeden Kindes und Jugendlichen ausgegangen werden. Schule soll sich in ihrem Bildungsangebot an der Vielfalt aller Kinder und Jugendlichen ausrichten und ihre Rahmenbedingungen entsprechend den Bedürfnissen und Besonderheiten der Schüler/innen gestalten. Dabei können insbesondere Ganztagsschulen mit ihren den Unterricht ergänzenden non-formalen und informellen Bildungsangeboten und der verstärkten Einbindung außerschulischer Fachkräfte die Bildungschancen auch von bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen verbessern und deren individuelle Lernerfolge durch ganztägige Bildung, Erziehung und Betreuung sichern.

Aus dem DJI- Projekt „Inklusion und Ganztagsschule – Zur Bedeutung der Jugendhilfe“ liegen ausführliche Wissensbestände zu Ganztagsschulen vor, die bereits ein Inklusionskonzept umsetzen. Die Umsetzung von inklusivem Lernen stellt jedoch nicht nur für die Schulen, die sich dieses Ziel gesetzt haben, eine große Herausforderung dar. Offen geblieben ist die Perspektive der Jugendlichen auf die inklusive Beschulung. Auch für die Schülerinnen und Schüler bedeutet gemeinsames Lernen oftmals Neuland. Die einen verlassen den geschützten Raum, den Förderschulen darstellen können, die anderen sind u.a. aufgefordert, sich mit Andersartigkeit auseinanderzusetzen. Deshalb soll anknüpfend an die Untersuchung „Inklusion und Ganztagsschule – die Rolle der Jugendhilfe“ in dieser Studie der Blick auf die Schülerinnen und Schüler in inklusiven Bildungskontexten gerichtet werden.

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