Die Integration geflüchteter junger Menschen stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Es müssen Chancen und Strukturen eröffnet werden, die es Geflüchteten ermöglichen, eine Zukunftsperspektive zu entwickeln.

Gelingende Integrationsprozesse junger Geflüchteter sind komplex und von vielen Faktoren abhängig. Ein unverzichtbares Moment stellen dabei ihre eigenen Sichtweisen und Erfahrungen dar. Bislang fehlen jedoch Studien, die die Perspektiven und Erfahrungen von unbegleiteten und begleiteten geflüchteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Blick nehmen.

Um aktuelles empirisches Wissen zu den sehr heterogenen Ankunftserfahrungen, den Lebenslagen, dem Alltag sowie den Erwartungen und Perspektiven der zugewanderten minderjährigen Geflüchteten zu generieren, startete das Deutsche Jugendinstitut (DJI) bereits im Herbst 2015 eine explorative Studie, in deren Rahmen über 100 unbegleitete (53) und begleitete (51) minderjährige Geflüchtete in den ersten Monaten nach ihrer Ankunft in Deutschland zu ihren Lebenslagen befragt wurden.

An diese Studie wird mit zwei weiteren qualitativen Interviews mit denselben Jugendlichen angeknüpft. Damit entsteht ein qualitativer Längsschnitt, der die Entwicklungen der Jugendlichen und deren Sichtweise auf die Hilfe- und Integrationsprozesse erhebt.

Die leitende Fragestellung für die beiden Erhebungswellen lautet: Wie nehmen die Jugendlichen ihre