Im Projekt "jeps" (Kooperationsprojekt mit der Uni Würzburg)werden die Auswirkungen gemeinnütziger Tätigkeit auf die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher und deren Bereitschaft zu politischer Partizipation untersucht. Im Zuge des abnehmenden Interesses Jugendlicher an Politik wird in sozialem Engagement im Jugendalter eine Möglichkeit gesehen, dieses politische Interesse zu stärken und gleichzeitig förderlich für die Identitätsentwicklung im Jugendalter zu sein.

Aus dem Identitätskonzept von Erikson (1970) und der Theorie gemeinnütziger Tätigkeit (Youniss & Yates, 1997) werden Hypothesen dazu abgeleitet, ob und unter welchen Bedingungen gemeinnützige Tätigkeit einen positiven Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung im Jugendalter besitzt.

Die Kernaussagen sind, 1. dass Jugendliche sich sukzessive als aktiver Teil „ihrer“ Gesellschaft begreifen, 2. gemeinnützige Tätigkeit bei diesem Prozess eine entwicklungsunterstützende Rolle spielt und 3. insbesondere Tätigkeiten in direkter Interaktion mit Bedürftigen förderlich sind, weil sie die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit Weltsichten und das Erleben von Handlungswirksamkeit im sozialen Kontext ermöglichen.

Geprüft werden die Annahmen anhand einer Längsschnittstudie bei gemeinnützig tätigen Jugendlichen im Alter von 14 bis 15 Jahren (t1) bzw. 15 bis 16 Jahren (t2), die mit einer nicht engagierten, vergleichbaren Gruppe über einen Zeitraum von einem Jahr verglichen werden. Ziel der Studie ist es, den postulierten Zusammenhang von gemeinnütziger Tätigkeit und Persönlichkeitsentwicklung sowie politischer Partizipationsbereitschaft theoretisch zu modellieren und empirisch zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen dabei differenzielle Verläufe von (a) Jugendlichen mit im Vergleich zu Jugendlichen ohne Erfahrungen gemeinnütziger Tätigkeit, (b) Jugendlichen mit unterschiedlichen Tätigkeitsformen sozialen Engagements sowie (c) der Vergleich von Jugendlichen mit stabilem und sich veränderndem Engagement.

Ziel dieser Vorgehensweise ist es, durch die Vergleiche Veränderungen im theoretisch postulierten Transzendierungsprozess empirisch nachzuzeichnen.


 jeps Uni Würzburg

 

Im Projekt "jeps" (Kooperationsprojekt mit der Uni Würzburg)werden die Auswirkungen gemeinnütziger Tätigkeit auf die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher und deren Bereitschaft zu politischer Partizipation untersucht.

Im Zuge des abnehmenden Interesses Jugendlicher an Politik wird in sozialem Engagement im Jugendalter eine Möglichkeit gesehen, dieses politische Interesse zu stärken und gleichzeitig förderlich für die Identitätsentwicklung im Jugendalter zu sein.

Aus dem Identitätskonzept von Erikson (1970) und der Theorie gemeinnütziger Tätigkeit (Youniss & Yates, 1997) werden Hypothesen dazu abgeleitet, ob und unter welchen Bedingungen gemeinnützige Tätigkeit einen positiven Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung im Jugendalter besitzt. Die Kernaussagen sind,

  1. dass Jugendliche sich sukzessive als aktiver Teil „ihrer“ Gesellschaft begreifen,
  2. gemeinnützige Tätigkeit bei diesem Prozess eine entwicklungsunterstützende Rolle spielt und
  3. insbesondere Tätigkeiten in direkter Interaktion mit Bedürftigen förderlich sind, weil sie die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit Weltsichten und das Erleben von Handlungswirksamkeit im sozialen Kontext ermöglichen.

Geprüft werden die Annahmen anhand einer Längsschnittstudie bei gemeinnützig tätigen Jugendlichen im Alter von 14 bis 15 Jahren (t1) bzw. 15 bis 16 Jahren (t2), die mit einer nicht engagierten, vergleichbaren Gruppe über einen Zeitraum von einem Jahr verglichen werden. Ziel der Studie ist es, den postulierten Zusammenhang von gemeinnütziger Tätigkeit und Persönlichkeitsentwicklung sowie politischer Partizipationsbereitschaft theoretisch zu modellieren und empirisch zu prüfen.

Im Mittelpunkt stehen dabei differenzielle Verläufe von (a) Jugendlichen mit im Vergleich zu Jugendlichen ohne Erfahrungen gemeinnütziger Tätigkeit, (b) Jugendlichen mit unterschiedlichen Tätigkeitsformen sozialen Engagements sowie (c) der Vergleich von Jugendlichen mit stabilem und sich veränderndem Engagement. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, durch die Vergleiche Veränderungen im theoretisch postulierten Transzendierungsprozess empirisch nach zu zeichnen.

jeps Uni Würzburg

Arbeitsschwerpunkte:

Das Untersuchungsdesign sieht für das zweite Quartal 2010 einen Pretest vor, bei dem die einzusetzenden Instrumente, insbesondere bei Neuentwicklungen, vorab geprüft und ggf.modifiziert werden. Hier wird auf eine anfallende Stichprobe regionaler Schulen (HS, RS & GY) rekurriert, die solange aufgefüllt wird, bis mindestens 100 engagierte und 100 nicht engagierte Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren erreicht wurden, die sich jeweils in etwa hälftig aus Mädchen und Jungen zusammensetzen.

Den Kern des Projekts bildet in der ersten Antragsphase eine Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten, bei der zum ersten Messzeitpunkt mind. 600 Jugendliche mit sozialem Engagement erreicht werden und mit einer Gruppe ähnlicher Größe ohne Engagement vergleicht werden sollen. Die erste Befragung findet im dritten Quartal 2010 bei 13- und 14-Jährigen statt, die zweite ein Jahr später im dritten Quartal 2011

Für die zweite Antragsphase ist eine Fortführung dieses Längsschnitts vorgesehen. Wiederum in einjährigem Abstand sollen die Jugendlichen befragt und zum letzten Messzeitpunkt im dritten Quartal ihr politisches Informations- und Wahlverhalten im Zusammenhang mit der mutmaßlich anstehenden Bundestagswahl erfasst werden.

Als Ausgangsgröße für den Längsschnitt ist für beide Gruppen ein Umfang von 600 Jugendlichen vorgesehen, um erwartbare Stichprobenmortalitäten über die Zeit zumindest in Teilen auffangen zu können. Es ist vorgesehen, die Befragungsdurchführung an ein ausgewiesenes und fachlich anerkanntes Umfrageinstitut zu vergeben, um das Ausfallrisiko weiter zu minimieren.

Gefördert durch:

DFG

Kontakt

+49 89 62306-239
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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