Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) aus industriellen Großbetrieben stehen vor der Anforderung, die Interessen sowohl der traditionell deutschen Auszubildenden als auch der Auszubildenden mit Migrationshintergrund im Betriebsalltag zu vertreten und ein gemeinsames Zusammenarbeiten in kultureller Vielfalt zu unterstützen und zu fördern. Damit leisten sie zugleich einen wichtigen Beitrag, um interethnische Auseinandersetzungen unter Auszubildenden im Betrieb zu verhindern.


Das Ziel des Projekts ist es, in einem ersten Schritt die interkulturellen Beziehungen unter männlichen und weiblichen Auszubildenden unterschiedlicher Herkunftskultur empirisch zu untersuchen und zu analysieren, um Einblicke in den potentiellen Handlungsbedarf und die gegebenenfalls bereits entwickelten Fördermaßnahmen sowie Problemlösungsstrategien der JAV zu erhalten. Dazu werden in vier industriellen Großbetrieben mündliche Befragungen von Auszubildenden, Mitgliedern der JAV, BetriebsrätInnen, AusbilderInnen und Ausbildungsleitungen durchgeführt, die durch schriftliche Befragungen aller Auszubildenden in den ausgewählten Betrieben ergänzt werden.
In einem zweiten Schritt haben die Auszubildenden und deren JAV die Möglichkeit, auf der Basis der empirisch fundierten Betriebsanalysen zielgerichtete und adressatenspezifische Maßnahmen und Aktivitäten zu entwickeln, die der Förderung der interkulturellen Beziehungen unter Auszubildenden dienen und ein Arbeiten und Leben in kultureller Vielfalt unterstützen. Dazu werden nicht nur entsprechende Workshops durchgeführt, sondern darüber hinaus wird der Umsetzungsprozess der betrieblichen Maßnahmen im dritten Schritt wissenschaftlich begleitet.
Das Projekt ist Teil des XENOS-Programms der Bundesregierung und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Es kooperiert mit der IG-Metall, die seine Durchführung unterstützt.



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