Im Zentrum des qualitativ angelegten Forschungsprojekts stehen zum einen die Biographien von Kindern und Jugendlichen mit Straßenkarrieren und zum anderen die Maßnahmen und Reaktionen der Jugendhilfe, sowie von Schule, Polizei und Justiz. Ein wesentliches Ergebnis ist, dass Straßenkarrieren sich meist nicht fernab von Familie und Jugendhilfe entwickeln, sondern es immer wieder Berührungs- punkte gibt, Familien und Jugendhilfe-Maßnahmen öfter sogar Motor für die Entwicklung dieser "Pendelkarrieren" sind.In der Studie wurden Experten und vor allem Jugendliche in Ost und West zur Entstehung, zum Verlauf und den Ausstiegsmöglichkeiten aus Straßenkarrieren befragt und die Rolle der Jugendhilfe dabei thematisiert. Deutlich werden auch die Unterschiede von Straßenkarrieren in ost- und westdeutschen Großstädten sowie in den Karriereverläufen und Überlebensstrategien von Mädchen und Jungen auf der Straße. Untersucht werden die Vorgeschichten von Kindern und Jugendlichen, die ihren Lebensmittelpunkt auf die Straße verlagert haben. Zudem werden die Muster herausgearbeitet, denen Einstiegs- und Verfestigungsprozesse sowie die Ausstiegsversuche aus dem Straßenleben folgen.

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