Das Teilprojekt 1 der Ukraine-Forschung am DJI„Kommunale Bildungsbüros und Jugendämter“ (Leitung: Max Reinhardt, FSP ÜJ) untersucht in Modul 1.1 kommunale bildungsbezogene Unterstützungsstrukturen für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche aus der Ukraine. Geplant sind über 20 Interviews mit Mitarbeitenden und Leitungspersonen aus der kommunalen Verwaltung (Bildungsbüros, Gesundheitsämter und Jugendämter) in insgesamt acht Landkreisen und kreisfreien Städten (je vier Kommunen aus Bayern und aus ostdeutschen Ländern) zur Identifizierung von Good-Practice-Beispielen kommunaler Unterstützungsstrukturen und von Erfahrungen mit der Zielgruppe. Dabei kann das TP 1 bei den Erhebungen in den Ämtern und der Zivilgesellschaft auf Netzwerke und Expertise aus der Transferagentur Bayern und der Transferagentur Mitteldeutschland sowie dem Projekt ZivilKoop zurückgreifen. Modul 1.2 analysiert die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der Integration und Unterstützung Geflüchteter. Mit Hilfe von Interviews mit voraussichtlich acht Vertreterinnen und Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen sollen Good-Practice-Beispiele der kommunalen Flüchtlingsbetreuung und Erfahrungen mit der Zielgruppe identifiziert werden. Modul 1.3 widmet sich den Herausforderungen für die Jugendämter. Das Projekt „Jugendhilfe und sozialer Wandel“ (FG J2) hat in seiner bereits seit Juni 2022 laufenden bundesweiten Befragung einer Stichprobe von Jugendämtern auch Fragen zu den Herausforderungen aus der Ukraine-Zuwanderung gestellt. Nach Abschluss der Feldphase im Herbst 2022 werden diese Fragen auch im Kontext des U-Fo-Projekts genutzt.

In TP 1 sollen wesentliche Arbeiten in Modulen 1.1 und 1.3
(1.1: Fallauswahl der Kommunen, Leitfadenerstellung, Feldzugang, Durchführung der Befragungen, Auswertungen und Berichtslegung; 1.3: Abschluss der Feldphase, Auswertungen und Berichtslegung)
bereits in 2022 erfolgen, während sich Modul 1.2 auf Januar und Februar 2023 konzentriert und in diesen beiden Monaten zudem in Modul 1.3 die Arbeit an der Publikation in einer Fachzeitschrift geplant ist.

Kontakt

+49 89 62306-369
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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