Förderphase 2020 bis 2024

 

In der Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention (AFS) des DJI in Halle findet seit ihrem Start im Jahr 2000 eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Phänomenen des Rechtsextremismus und Islamismus im Jugendalter und der pädagogischen Bearbeitung dieser Phänomene statt. Aktuell erforscht die AFS Prozesse der politischen Sozialisation, Hinwendungs- sowie Radikalisierungsverläufe junger Menschen sowie Maßnahmen und Ansätze der (sozial-)pädagogischen Präventions- und Förderpraxis.

Im Mittelpunkt der Forschung der AFS steht die Frage, wie in modernen Gesellschaften die politische Sozialisation von Jugendlichen verläuft, was ihre lebenswelt- und lebenslagenbezogenen Ausprägungen und Kontexte sind und welchen Einfluss diese auf die Jugendlichen ausüben. Ein Hauptinteresse richtet sich dabei auf politische Sozialisationsprozesse und mögliche Berührungspunkte zu demokratiefeindlichen und gewaltorientierten Ideologie und Akteuren.

Gefragt wird diesbezüglich, durch welche Faktoren – wie etwa dem Kontakt zu Peergroups, krisenhaften biographischen Verläufen oder gesellschaftlichen Entwicklungen – diese befördert oder vermieden werden und welche Rolle beispielsweise Akteure der außerschulischen politischen Bildung und Demokratieförderung einnehmen.

Mittels eigener empirischer Forschung generiert die AFS Wissen zu jugendspezifischen Dimensionen in den von ihr untersuchten Phänomenen sowie zu Umgangs- und Handlungsweisen pädagogischer Fachpraxis in den Themenfeldern Demokratieförderung und Extremismusprävention. Zudem bereitet die AFS (nationales und internationales) fachliches Wissen zu den pädagogischen Handlungsfeldern Demokratieförderung und Extremismusprävention sowie zur politischen Sozialisation junger Menschen für Wissenschaft, Fachpraxis und Politik auf.

Die Förderperiode (2020-2024) umfasst folgende Bereiche:

Institutionenbezogene Forschung

Sozialraumbezogene Forschung

Subjektbezogene Forschung

Die zentralen Ergebnisse der AFS können als gedruckte Berichte bezogen werden und stehen kostenlos zur Verfügung. Die Schriftenreihe und einen Überblick über alle weiteren Publikationen der Projektmitarbeiter/innen finden Sie unter Publikationen.

Weitere Ergebnisse der AFS wie Arbeitspapiere, Vortrags- und Medientätigkeiten der Projektmitarbeiter/innen sowie von der AFS beauftragte Expertisen und vom Projekt durchgeführte Fachveranstaltungen finden sie in der Rubrik Wissenstransfer.

Informationen zur "AFS Rechtsextremismus und Radikalisierungsprävention (01.01.2015-31.12.2019)" finden sich hier:

Die AFS verfolgt das Ziel, aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen forschungsmethodischen Ansätzen das Feld der Demokratieförderung und Extremismusprävention sowie Prozesse politischer und weltanschaulich-religiöser Sozialisation und darauf bezogene pädagogische Angebote zu beschreiben und zu analysieren. Damit verbundene, parallel durchgeführte Einzelprojekte liefern dazu ein differenziertes Bild über den jeweiligen Forschungsgegenstand.

Im Mittelpunkt der Forschung der AFS steht die Frage, wie in modernen Gesellschaften die politische sowie religiös-weltanschauliche Sozialisation von Jugendlichen verläuft, was ihre lebenswelt- und lebenslagenbezogenen Ausprägungen und Kontexte sind, welchen Einfluss diese auf die Jugendlichen ausüben und wie pädagogische Praxis diese Prozesse begleitet und unterstützt. Ein Hauptinteresse richtet sich dabei auf mögliche Berührungspunkte zu demokratiefeindlichen und gewaltorientierten Ideologien und Akteuren. Gefragt wird diesbezüglich, durch welche Faktoren – wie etwa den Kontakt zu Peergroups, krisenhafte biographische Verläufe oder gesellschaftliche Entwicklungen – diese Sozialisationsprozesse befördert oder gehemmt werden und welche Rolle beispielsweise Akteure der außerschulischen politischen Bildung, Demokratieförderung und Extremismusprävention dabei einnehmen.

Im Bereich der Analyse einer auf diese Themen bezogenen pädagogischen Praxis verfolgt die AFS Entwicklungen in Handlungsfeldern außerschulischer Bildung sowie Sozialer Arbeit und deren pädagogischer Handlungspraxen. Unter anderem forscht die AFS aktuell zu Formen der Bearbeitung lokaler Konflikte in der Einwanderungsgesellschaft. Die AFS beschäftigt sich darüber hinaus mit ausgewählten Aspekten des gesellschaftlichen und insbesondere politischen Engagements junger Menschen sowie mit deren politischen Alltagspraxen und Einstellungen.

Untersucht werden in den empirischen Erhebungen der AFS zwei Gruppen von Adressatinnen und Adressaten: Zum einen junge Menschen, die über ihre subjektiven und lebensweltspezifischen Aneignungsweisen von Demokratie, Politik und Religion berichten. Zum anderen werden pädagogische Fachkräfte und andere Akteurinnen und Akteure befragt, die jungen Menschen Angebote der politischen Bildung, der sozialen Hilfe, Beratung und Freizeitgestaltung unterbreiten. Von besonderem Interesse sind dabei Fragen der Demokratieförderung sowie der Radikalisierungsprävention. Dabei kommen verschiedenste Erhebungs- und Auswertungsmethoden der quantitativen und qualitativen Sozialforschung zur Anwendung, die gegenstandsbezogen miteinander kombiniert werden.

Mit rekonstruktiven und inhaltsanalytischen Forschungsansätzen werden offene, erzählgenerierende, zumeist leitfadengestützte (Einzel-)Interviews, Gruppendiskussionen, Beobachtungen und Social-Media-Analysen u.a. mittels Dokumentarischer Methode, Grounded Theory oder narrationsanalytischen Verfahren erhoben und ausgewertet. Gegenstand sind hier Handlungspraxen sowie individuelle und kollektive Orientierungen von jungen Menschen und Fachkräften, u.a. in den Bereichen Politik, Weltanschauung und Demokratie.

In eigenen standardisierten Befragungen und durch Sekundäranalysen wertet die AFS das z.B. in (Online)Fragebögen erhobene bzw. genutzte Datenmaterial mit verschiedenen deskriptiven und inferenzstatistischen Methoden aus. Gegenstand dieser Analysen sind die Beschreibung politischer und weltanschaulich-religiöser Einstellungen, Wertungen oder Aktivitäten junger Menschen und die Identifikation relevanter Einflussfaktoren auf diese Sozialisationsprozesse mithilfe multivariater schließender Analyseverfahren.

Köttig, Michaela (2004): Lebensgeschichten rechtsextrem orientierter Mädchen und junger Frauen: Biografische Verläufe im Kontext der Familien- und Gruppendynamik (Forschung psychosozial). Gießen.

Ceylan, Rauf/Kiefer, Michael (2018): Radikalisierungsprävention in der Praxis. Antworten der Zivilgesellschaft auf den gewaltbereiten Neosalafismus. Wiesbaden.

Khosrokhavar, F. (2016): Radikalisierung. Leipzig.

Schmid, Alex P. (2013): Radicalisation, de-radicalisation, counter-radicalisation. A conceptual discussion and literature review. ICCT Research Paper. The Hague.

Rieker, Peter (Hrsg.) (2014): Hilfe zum Ausstieg? Ansätze und Erfahrungen professioneller Angebote zum Ausstieg aus rechtsextremen Szenen. Weinheim/Basel.

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News

Vortrag auf dem DGVT-Kongress am 05.03.2021

Auf dem diesjährigen DGVT-Kongress der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie, der vom 03. bis 06.03.2021 als Onlinekongress stattfinden wird, werden Sally Hohnstein und Carmen Figlestahler einen Vortrag beim Symposium „Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit - (psychotherapeutische) Einflussmöglichkeiten“ halten. Im Vortrag „Zum Verhältnis von therapeutischer Praxis und Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit - Schnittstellen und Verweisstrukturen“ wird zunächst das Handlungsfeld der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit im Bereich Rechtsextremismus vorgestellt. Anschließend werden Bezugspunkte für wechselseitige Verweis- und Kooperationsstrukturen zwischen beiden Handlungsfeldern aufgezeigt und die damit verbundenen Handlungsprobleme diskutiert.

Vortrag auf der Jahrestagung des Arbeitskreises Qualitative Methoden der Geographie und der raumsensiblen Sozial- und Kulturraumforschung am 08.03.2021

Auf der 5. Jahrestagung des Arbeitskreises Qualitative Methoden der Geographie und der raumsensiblen Sozial- und Kulturraumforschung des Verbandes für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, der am 08. und 09. März 2021 online stattfindet, werden Dr. Maren Zschach und Marco Schott einen Vortrag zum Thema „Der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Jugendarbeit im ländlichen Raum. Eine beispielhafte Darstellung empirischer Forschungsergebnisse und deren Typisierung“ halten. Im Vortrag werden an Hand eines konkreten empirischen Forschungsprojekts zur sozialraumbezogenen Untersuchung politischer Sozialisationsprozesse von Jugendlichen in zwei kleinen Mittelstädten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt diskutiert, welchen Ertrag eine Verknüpfung von Quellenmaterial aus Befragungen mit einer systematisierenden Typologie für eine nachvollziehbare Präsentation hat.

Mit-Ausrichtung einer Arbeitsgruppe auf der Jahrestagung der Kommission Sozialpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft am 18.03.2021

Innerhalb der Jahrestagung der Kommission Sozialpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft zum Thema: „Sozialpädagogische Professionalisierung in der Krise?“, die am 18. und 19.03.2021 an der Universität Erfurt (online) stattfindet, richten wir gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Programmevaluation von „Demokratie leben!“ eine Arbeitsgruppe aus. Unter dem Titel: „Normalität im Ausnahmezustand – Professionalität und Professionalisierung im (sozial)pädagogischen Handlungsfeld der Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung“ gehen wir in zwei Vorträgen dieser Frage nach. Joachim Langner hält einen Vortrag zum Thema „Islamische Pädagogik im Krisenmodus? Religionsbezogene Radikalisierungsprävention islamischer und migrantischer Organisationen“, Maren Zschach thematisiert gemeinsam mit Diana Zierold und Aline Rehse „Kompensationsbestrebungen in der (sozial-)pädagogischen Fachpraxis. Implikationen für Fachlichkeit und Interdisziplinarität als Chance“.

Ausrichtung einer Ad-Hoc-Gruppe auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie, 23. bis 25.08.2021

Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie zum Thema „Post-Corona-Gesellschaft? Pandemie, Krise und ihre Folgen“, der vom 23. bis 25.08.2021 an der Wirtschaftsuniversität Wien stattfinden soll, veranstalten Marco Schott, Maren Zschach und Johanna Häring eine Ad-Hoc-Gruppe zum Thema „Jugendliche Lebenswelten in Zeiten von Corona: Herausforderungen, Auswirkungen auf Engagement, Freizeitgestaltung und Peeraktivitäten“. Gemeinsam mit Fabian Fritz (HAW Hamburg), Rosa Bracker (HAW Hamburg), David Pape (Sozialpädagoge aus Hamburg) und Hannah Skaletzka (Universität Chemnitz) widmen Sie sich Herausforderungen, Auswirkungen, aber auch Lösungsstrategien junger Menschen in Zeiten der Pandemie. Die Vorträge blicken dabei aus einer jugendsoziologischen Perspektive auf unterschiedliche außerschulische jugendliche Lebensräume, wie demokratie-bildende und religiöse Jugendarbeit, politisches und gesellschaftliches Engagement sowie sportliche und caritative Freizeitaktivitäten.


Extremismus als Herausforderung für Jugend, Pädagogik und Forschung: Reflexionen und Ausblicke

Am 25. November 2020 beging die Arbeits- und Forschungsstelle ihr 20-Jähriges Bestehen mit einem multimedialen Online-Event. An diesem Tag veranstaltete die AFS von 13:15 bis 16:00 Uhr im Livestream eine Autorenlesung und eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Die Zukunft des politischen Extremismus im Jugendalter. Entwicklungen und Herausforderungen“. In weiteren Video-Beitragen sprachen Expertinnen und Experten über historische und aktuelle Entwicklungen der AFS sowie über die Forschungsbereiche Demokratieförderung und Extremismusprävention. Den Zugriff auf die Event-Homepage sowie ausführliche Informationen zum Online-Event sind hier veröffentlicht.


Praktikum in der AFS

Die Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention (AFS) verfügt über freie Pflichtpraktikumsplätze. Studierende im Bachelor- oder Masterstudiengang Gesellschaftswissenschaften oder Sozialwissenschaften, wie zum Beispiel Politikwissenschaften, Soziologie oder Erziehungswissenschaften können sich gerne bei uns bewerben.
Das Praktikum kann in einem unserer drei verschiedenen Forschungsbereiche – institutionenbezogene, sozialraumbezogene oder subjektbezogene Forschung – unter der Voraussetzung, dass es sich um ein Pflichtpraktikum handelt, absolviert werden.
Bei Interesse und für weitere Auskünfte kontaktieren Sie gerne Dr. Maren Zschach.


Die AFS ist beim digitalen 25. Deutschen Präventionstag dabei

Am 28. und 29. September streamt der Deutsche Präventionstag (DPT) seinen Jubiläumskongress online und live aus dem Fernsehstudio des Medienprojektzentrums Offener Kanal Kassel (MOK Kassel). Die AFS ist mit dabei. Sally Hohnstein beteiligt sich am diesjährigen Kongress mit einem Poster zur Studie „Bearbeitung lokaler Konflikte um Migration und Religion“ im Infopool.
Alle Highlights zum Programm sind auf der Website des DPTs einzusehen.


AFS-Band 14 zu „Religion in der pädagogischen Auseinandersetzung mit islamistischen Extremismus“ erschienen

Unter dem Titel „Religion in der pädagogischen Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus“ erschien im Mai der 14. Band in der Schriftenreihe der AFS. In neun Beiträgen diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Rolle von Religion in Hinwendungs- und Radikalisierungsprozessen sowie den Umgang mit Religion in der Radikalisierungsprävention und der Distanzierungsarbeit vom islamistischen Extremismus. Dazu werden aktuelle Forschungsergebnisse aus der AFS und der Programmevaluation „Demokratie Leben!“ am DJI, sowie aus anderen Forschungseinrichtungen präsentiert und für Leserinnen und Leser aus Wissenschaft, pädagogischer Fachpraxis und Politik aufbereitet. Das Buch kann hier bestellt oder als PDF hier  heruntergeladen werden.


Mitarbeitende der AFS mit einer Ad-hoc Gruppe auf dem 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vertreten

Auf dem 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der vom 14.-18. September 2020 in Berlin stattfindet, werden seitens der AFS Dr. Maren Zschach, Marco Schott und Ina Weigelt mit der Ad-hoc Gruppe 278: „Problematische Jugend? Radikalisierung(szuschreibungen) im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Realität und praktischer Bearbeitung“ vertreten sein. Gemeinsam mit Diana Zierold, Dr. Frank Greuel (Programmevaluation Demokratie leben! der FG J4, DJI) und Prof. Dr. Nicolle Pfaff (Universität Duisburg-Essen) sowie Jun.-Prof. Dr. Alexander Wohnig (Universität Siegen) wird hier ein jugendsoziologischer Blick auf junge Menschen gerichtet, die sich Radikalisierung(szuschreibungen) ausgesetzt sehen bzw. sich radikalisiert haben und mit denen in Projekten der Radikalisierungsprävention (sozial)pädagogisch bzw. mit Ansätzen politischer Bildung gearbeitet wird.


AFS mit Vortrag auf der 3. Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung vom 17.-19.09.2020 in Köln vertreten

Unter dem Titel „Kontexte von Flucht, Schutz und Alltag Geflüchteter“ findet vom 17.-19. September an der Universität zu Köln die 3. jährliche Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung statt. Die Konferenz dient der Vorstellung und Diskussion aktueller Forschungsergebnisse sowie zur Förderung von interdisziplinärem Austausch und Kooperationen im Feld der Flucht- und Flüchtlingsforschung. In einem Panel zum Thema „Widersprüche, Konflikte und sozialpädagogische Interventionen im Fluchtraum Stadt“ wird Sally Hohnstein Ergebnisse aus der laufenden AFS-Studie „Bearbeitung lokaler Konflikte um Migration und Religion“ vorstellen und zum Thema „Geflüchtete“ als Adressatengruppe in der professionellen Bearbeitung von lokalen Konflikten in der Migrationsgesellschaft referieren. Die Konferenz findet in digitaler Form statt. Informationen zur Veranstaltung finden sich hier:

 


Band 13 der Schriftenreihe der AFS.

Aktuelle Ausprägungen von politisch-weltanschaulichem Extremismus weisen oftmals eine enge Verknüpfung mit digitalen Medien auf. Jugendliche nutzen digitale Medien ständig und kommten dort mit extremistischen Inhalten in Kontakt oder setzen sie selbst - als Teil extremistischer Gruppierungen - zu Kommunikationszwecken ein, woraus auch ein großer Handlungsbedarf für die pädagogische Praxis entsteht. Der Band bündelt phänomen- und praxisbezogene Wissensbestände zum Themenfeld. Es werden Befunde der derzeitigen Erscheinungsformen von Rechtsextremismus und (gewaltorientiertem) Islamismus im Kontext digitaler Medien vorgestellt. Zum anderen bieten Praktiker/innen Einblicke in ihre Arbeit und reflektieren, welche Anforderungen an pädagogische Akteure aus rechtsextremen und islamistischen Aktivitäten im Netz resultieren und welche pädagogischen Gegenstrategien bislang erprobt werden. Anschließend werden Wissensstand, Praxislandschaft und Entwicklungsperspektiven resümiert. Kostenloser Bezug über Renate Schulze (schulze@dji.de). Eine digitale Version steht zum Download bereit.


Kontakt

+49 345 68178-62
Deutsches Jugendinstitut Außenstelle Halle
Franckeplatz 1
Haus 12/13 06110 Halle