LinkedInYouTubeRSS Feed

Aktuelles

Neu erschienen:

Antifeminismus: Praxislandschaft zum Umgang mit antifeministischen Einstellungen junger Menschen 
(Joachim Langner und Annika Jungmann, unter Mitarbeit von Jost Eisenmenger)

Nähere Informationen und Download

Zum Archiv der aktuellen Meldungen

Die Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention (AFS) des DJI in Halle forscht empirisch in den Themenfeldern Demokratieförderung, Extremismus­prävention und Vielfaltgestaltung. Zentral sind dabei einerseits jugendspezifische Dimensionen und andererseits Handlungs­weisen pädagogischer Fachpraxis. Zudem bereitet die AFS (nationales und internationales) fachliches Wissen zu diesen Themen sowie zur politischen Sozialisation junger Menschen für Wissenschaft, Fachpraxis und Politik auf.

Seit ihrem Start im Jahr 2000 findet in der AFS eine wissen­schaftliche Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und islamistischem Extremismus im Jugendalter und der pädagogischen Bearbeitung dieser Phänomene statt. Die AFS beschäftigt sich ebenso mit der Frage, wie politische Sozialisations­prozesse von Jugendlichen verlaufen, was ihre lebenswelt- und lebenslagen­bezogenen Ausprägungen und Kontexte sind und welche pädagogischen Handlungs­optionen sich daraus ergeben.

[In Kürze finden Sie hier Informationen zu den Schwerpunktthemen der Forschung der AFS]

Jugend, Pädagogik und Extremismus

  • Pädagogische Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus
  • Pädagogische Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus
  • Mädchen und Extremismus
  • Distanzierungs- und Deradikalisierungsarbeit
  • Jugend und Rechtsextremismus
  • Jugend und islamistischer Extremismus Extremismusprävention in digiatlen Räumen
  • Linke Militanz

Jugend und Pädagogik in der demokratischen Gesellschaft

  • Politische Sozialisation
  • Politische Partizipation
  • Politische Einstellungen
  • Demokratieförderung und politische Bildung
  • Medien und Digitalisierung
  • Jugend und Jugendarbeit im Sozialraum
  • Krise und Transformation
  • Jugendarbeit und Jugendfreizeit

Jugend und Pädagogik in der vielfältigen Gesellschaft

Studie – Arbeitsschwerpunkt

Laufzeit

Verläufe politischer Sozialisation im Jugendalter2020-2024
(Sozial-)pädagogische Praxis muslimischer Akteur:innen und ihrer Rolle für die politische Sozialisation junger Menschen (MusAk)2022-2024
Bearbeitung lokaler Konflikte um Migration und Religion (BloK)2018-2022
Analysen der Praxislandschaft im Bereich der Extremismusprävention und im Bereich Demokratieförderung2020-2024
Sozialräumliche Perspektiven auf die politische Sozialisation von Jugendlichen2020-2024
Junge Menschen und gewaltorientierter Islamismus. Zur Bedeutung signifikanter Anderer und kollektiver Erfahrungsräume2018-2019
Junge Menschen und gewaltorientierter Islamismus. Biografische Hintergründe und Verläufe2016-2017
Distanzierung vom gewaltorientierten Islamismus2015-2019

 

Zentrale Ergebnisse der AFS finden Sie kostenfrei in der Schriftenreihe der AFS und unseren Schwerpunktberichten. 

Einen Überblick über diese und alle weiteren Publikationen der Projektmitarbeiter:innen finden Sie unter Publikationen.

Arbeitspapiere, Vortrags- und Medientätigkeiten der Projektmitarbeiter:innen sowie von der AFS beauftragte Expertisen und vom Projekt durchgeführte Fachveranstaltungen finden Sie in der Rubrik Wissenstransfer.

Die AFS beschreibt und analysiert aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen forschungsmethodischen Ansätzen das Feld der Demokratieförderung, der Vielfaltgestaltung und der Extremismusprävention sowie Prozesse politischer und weltanschaulich-religiöser Sozialisation und darauf bezogene pädagogische Angebote. Parallel durchgeführte Teilprojekte liefern dazu ein differenziertes Bild.

Im Mittelpunkt der Forschung der AFS steht die Frage, wie in modernen Gesellschaften die politische sowie religiös-weltanschauliche Sozialisation von Jugendlichen verläuft, was ihre lebenswelt- und lebenslagenbezogenen Ausprägungen und Kontexte sind, welchen Einfluss diese auf die Jugendlichen ausüben und wie pädagogische Praxis diese Prozesse begleitet und unterstützt. Dabei werden mögliche Berührungspunkte zu demokratiefeindlichen und gewaltorientierten Ideologien und Akteuren berücksichtigt. Gefragt wird diesbezüglich, durch welche Faktoren – wie etwa den Kontakt zu Peergroups, krisenhafte biographische Verläufe oder gesellschaftliche Entwicklungen – diese Sozialisationsprozesse beeinflusst werden und welche Rolle beispielsweise Akteure der außerschulischen politischen Bildung, Demokratieförderung und Extremismusprävention dabei einnehmen.

Im Bereich der Analyse einer, auf diese Themen bezogenen, pädagogischen Praxis verfolgt die AFS Entwicklungen in Handlungsfeldern wie der Extremismusprävention, außerschulischen Bildung sowie Sozialen Arbeit und untersucht pädagogische Handlungspraxen. Unter anderem forscht die AFS aktuell zu mädchen- und frauenbezogenen Ansätzen in der indizierten Prävention. Die AFS beschäftigt sich darüber hinaus mit ausgewählten Aspekten des gesellschaftlichen und insbesondere politischen Engagements junger Menschen sowie mit deren politischen Alltagspraxen und Einstellungen.

 

In der AFS werden qualitative und quantitative Forschungsmethoden angewandt, mit denen einerseits pädagogische Fachkräfte aus der Jugend- und Sozialarbeit sowie der Demokratieförderung und Extremismusprävention und andererseits junge Menschen befragt werden. Dabei kommen verschiedenste Erhebungs- und Auswertungsmethoden zur Anwendung. 

Qualitative Verfahren

Die Datenerhebung erfolgt u.a. mittels offener, erzählgenerierender, narrativer und leitfadengestützter (Einzel-)Interviews mit jungen Menschen oder pädagogischen Fachkräften, mit Gruppendiskussionen oder Beobachtungen. Die erhobenen qualitativen Daten werden mit rekonstruktiven und inhaltsanalytischen Forschungsansätzen, u.a. mittels Dokumentarischer Methode, Grounded Theory oder narrationsanalytischen Verfahren ausgewertet. Gegenstand sind hier Handlungspraxen sowie individuelle und kollektive Orientierungen von jungen Menschen und Fachkräften, u.a. in den Bereichen Politik, Weltanschauung und Demokratie.

Quantitative Verfahren

Innerhalb quantitativer Analysen arbeitet die AFS u.a. mit Daten des AID:A-Survey, der am DJI erhoben wird. Diese Sekundäranalysen werden mit verschiedenen deskriptiven und inferenzstatistischen Methoden im Bereich der Forschung zum Verhältnis von Jugend und Demokratie durchgeführt. Gegenstand der quantitativen Sekundäranalysen ist die Beschreibung politischer und weltanschaulich-religiöser Einstellungen, Wertungen oder Aktivitäten junger Menschen und die Identifikation relevanter Einflussfaktoren auf diese Sozialisationsprozesse mithilfe multivariater schließender Analyseverfahren. Einbezogen werden sozioökologische und -ökonomische Aspekte, wie das Lebensalter, der Bildungsstand, die ökonomische Lebenssituation in der Familie oder der Ort des Aufwachsens.

Darüber hinaus werden zu aktuellen Themen systematische Literaturreviews angefertigt.

Förderphase 2020 bis 2024: “AFS Demokratieförderung und Extremismusprävention”

Im Mittelpunkt der Forschung der AFS in der Förderphase 2020 bis 2024  stand die Frage, wie in modernen Gesellschaften die politische Sozialisation von Jugendlichen verläuft, was ihre lebenswelt- und lebenslagenbezogenen Ausprägungen und Kontexte sind und welchen Einfluss diese auf die Jugendlichen ausüben. Ein Hauptinteresse richtete sich dabei auf politische Sozialisationsprozesse und mögliche Berührungspunkte zu demokratiefeindlichen und gewaltorientierten Ideologien und Akteuren. Gefragt wurde diesbezüglich, durch welche Faktoren – wie etwa dem Kontakt zu Peergroups, krisenhaften biographischen Verläufen oder gesellschaftlichen Entwicklungen – diese befördert oder vermieden werden und welche Rolle beispielsweise Akteure der außerschulischen politischen Bildung und Demokratieförderung einnehmen.

Die Förderphase 2020 bis 2024 umfasste drei Bereiche:

Förderphase 2015 bis 2019: “AFS Rechtsextremismus und Radikalisierungsprävention” 

Förderphase 2011 bis 2014: “AFS Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit” 

mit dem Teilprojekt 

Jubiläumstagung zum 20-Jährigen Bestehen der AFS im Jahr 2020

 

Nohl, Arnd-Michael (2022): Politische Sozialisation, Protest und Populismus. Erkundungen am Rande der repräsentativen Demokratie. Weinheim: Beltz Juventa.

Milbradt, Björn/Frank, Anja/Greuel, Frank/Herding, Maruta (Hrsg.) (2022): Handbuch Radikalisierung im Jugendalter. Phänomene, Herausforderungen, Prävention. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich 

Köttig, Michaela (2004): Lebensgeschichten rechtsextrem orientierter Mädchen und junger Frauen: Biografische Verläufe im Kontext der Familien- und Gruppendynamik (Forschung psychosozial). Gießen.

Krüger, Heinz-Hermann, Grunert, Cathleen & Ludwig, Katja (Hrsg.) (2022). Handbuch Kindheits- und Jugendforschung. (3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage). Wiesbaden: Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-24777-5.

Verba, Sidney; Schlozman, Kay Lehman; Brady, Henry E. (1995): Voice and equality. Civic voluntarism in American politics. Cambridge: Harvard University Press.