Mit der geplanten Veröffentlichung wird die Reihe der Zahlenspiegel aus den Jahren 1993, 1998 und 2002 fortgeführt. Die Abteilung Kinder und Kinderbetreuung hat sich mit dem „Zahlenspiegel“ die Aufgabe gestellt, regelmäßig Informationen über die außerfamiliäre Betreuung von Kindern für die Fachpraxis, Verwaltung und Forschung zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, Angebote von Kindertageseinrichtungen, Betreuungsquoten, Angaben über Personal und Trägerschaft, die rechtlichen Grundlagen und relevante Entwicklungen in den verschiedenen Bundesländern ebenso wie Informationen zur Tagespflege darzustellen und fachlich einzuordnen. Über die Daten der Kinder- und Jugendhilfestatistik hinausgehend soll auch der Frage nachgegangen werden, welche Kinder in welchem Alter die Angebote in Anspruch nehmen. Dies ist vor allem mit Blick auf den Bildungsauftrag der Kindertageseinrichtungen von Bedeutung, da dadurch Aussagen über die (formale) Bildungsbeteiligung von Kindern unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft getroffen werden können.
Wie bereits im letzten Zahlenspiegel soll auch dieses Mal zusätzlich zum Standardteil ein Thema aufgegriffen werden, das für Entwicklungen in diesem Bereich besonders wichtig ist. Konkret geht es hierbei um die Frage des „Bedarfs“, die derzeit vor allem mit Blick auf die unter 3-Jährigen diskutiert wird. Dazu wird in einem ersten Schritt eruiert, was eigentlich Bedarf und Bedürfnis in Bezug auf Kinderbetreuung bedeutet. Auf Grundlage dessen wird versucht, eine möglichst vollständige Beschreibung von Bedürfnis- und Lebenslagen unterschiedlicher Seiten (z.B. Eltern, Gesellschaft, Kind) vorzunehmen, die gegebenenfalls erst zukünftig in Bedarfsplanungen Berücksichtigung finden können. Aus dieser Vielzahl von Faktoren, die sich nicht immer exakt quantifizieren lassen, wird exemplarisch der Faktor der „elterlichen Erwerbsbeteiligung“ herausgenommen, um für die einzelnen Bundesländer mit Hilfe des Mikrozensus 2000 (Scientific use file) den Anteil derjenigen Kinder unter drei Jahren zu bestimmen, für die ein Betreuungsplatz notwendig ist. Im Anschluss daran sollen aufgrund einer methodenkritischen Analyse verschiedener Elternbefragungen Faktoren ermittelt werden, die wesentlichen Einfluss auf die Bereitschaft zur Inanspruchnahme von Betreuungsangeboten für Kinder unter drei Jahren haben.
Zahlenspiegel 2002

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