Mit dem Fokus auf die „Unterstützung allein- und getrennterziehender Eltern und ihrer Kinder“ stellt der 10. Familienbericht ein Thema in den Mittelpunkt, das breit gefächerte Aspekte der Lebenssituation Allein- und Getrennterziehender anspricht. Die Sachverständigenkommission, die den Bericht erarbeitet, wird sich über einen Zeitraum von anderthalb Jahren intensiv mit den Lebensrealitäten von Allein- und Getrennt-erziehenden auseinandersetzen und Empfehlungen erarbeiten, wie Allein- und Getrennterziehende sowie ihre Kinder noch wirksamer unterstützt werden können.

Die Mitglieder der Sachverständigenkommission sind:

  • Prof. Dr. Miriam Beblo, Universität Hamburg

  • Prof. Dr. Mathias Berg, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

  • Prof. Dr. Raimund Geene, Alice Salomon Hochschule und Berlin School of Public Health

  • Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld, Hertie-School, Berlin (Vorsitzende)

  • Prof. Dr. Kirsten Scheiwe, Universität Hildesheim

  • Prof. Dr. Pia Schober, Universität Tübingen

  • Prof. Dr. Holger Stichnoth, Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim

  • Kooptiertes Mitglied: PD Dr. Christina Boll, Deutsches Jugendinstitut (DJI), München

Das DJI ist mit der Geschäftsführung des Zehnten Familienberichts betraut. Das Team der Geschäftsstelle wird die Arbeit der Kommission nicht nur durch die Organisation der Sitzungen und der begleitenden Veranstaltungen, sondern auch durch intensive wissenschaftliche Zu- und Mitarbeit bei der Erstellung des Berichts unterstützen. Nicht zuletzt wird sie dazu beitragen, die Erkenntnisse der Kommission für die (Fach-)Öffentlichkeit aufzubereiten.

Prof. Dr. Miriam Beblo

Professorin für Volkswirtschaftslehre, insb. Arbeitsmarkt, Migration, Gender, an der Universität Hamburg.

Forschungsschwerpunkte:

  • Quantitative empirische Forschung zu Fragen von Arbeit, Familie, Gender und Migration

Aktuelle Publikationen:

Markowsky, Eva/Beblo, Miriam (2022): When do we observe a gender gap in competition entry? A meta-analysis of the experimental literature, Journal of Economic Behavior & Organization, 198, 139–163.

Peukert, Almut/Beblo, Miriam/Lüth, Laura/Zimmermann, Katharina (2022): Erwerbs- und Familienarbeit im Homeoffice? Innerfamiliale Arbeitsteilung in der Corona-Krise auf dem Prüfstand, Sozialer Fortschritt, 71(1), 29–51.

Beblo, Miriam/Schuler-Harms, Margarete/Werding, Martin (2020): Familiengerechtigkeit in der sozialen Pflegeversicherung. Special issue #FamilienLeben, Sozialer Fortschritt, 8-9/2020, 627–641.

Beblo, Miriam/Görges, Luise/Markowsky, Eva (2020): Gender matters in language and economic behaviour - Can we measure a causal cognition effect of speaking?, Labour Economics, 65, 101850.

Beblo, Miriam/Görges, Luise/Markowsky, Eva (2020): Gender equality as a confounder in the epidemiological approach, Economics Bulletin, 40 (2), 1292–1299.

Homepage an der Universität Hamburg:

https://www.wiso.uni-hamburg.de/fachbereich-sozoek/professuren/beblo/02-team/01-beblo-miriam.html

 

Prof. Dr. Mathias Berg

Professor für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit mit dem Schwerpunkt Psychosoziale Beratung an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Vorstand der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).

Forschungsschwerpunkte:

  • Beratungsforschung und -wissenschaft, insb. Erziehungs- und Familienberatung, Digitalisierung von Beratung
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, insbesondere Hilfen zur Erziehung
  • Bindungstheorie und -forschung
  • Kinderschutz im Kontext von Beratung
  • Systemische Interventionen in der Sozialen Arbeit

Aktuelle Publikationen:

Berg, Mathias/Naudiet, Silke/Scheuerer-Englisch, Hermann (2022): Erziehungsberatung als Trennungs- und Scheidungsberatung - Relevanz und Qualität des Angebots für gemeinsam getrennt erziehende Eltern. ZKJ - Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe. 17 (9–10), 343–347.

Berg, Mathias (2022): Verstehen und Beurteilen? Zur Herausforderung fachlicher Einschätzung von Kindeswohlgefährdung in der Erziehungsberatung. Sozialmagazin. 47 (7–8), 22–29.

Berg, Mathias (2021): Erkenntnisse der Bindungsforschung für die Familien- und Erziehungsberatung. Jugendhilfe. 59 (6), 576-583.

Berg, Mathias (2021): Auswirkungen von Erziehungs- und Familienberatung auf die Bindungssicherheit verhaltensauffälliger Kinder. Ergebnisse einer multiperspektivischen Interventionsstudie. Kontext - Zeitschrift für systemische Perspektiven. 52 (3), 276–291.

Homepage an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen:

https://katho-nrw.de/berg-mathias-prof-dr

 

Prof. Dr. Raimund Geene

Professor für Gesundheitsförderung und Prävention an der Alice Salomon Hochschule und Berlin School of Public Health.

Forschungsschwerpunkte:

  • Gesundheitsförderung und Prävention, insb. kommunale und soziallagenbezogene     Gesundheitsförderung, Setting-Ansatz insb. in Kitas sowie in ländlichen und städtischen Regionen, Evaluation und Qualitätsentwicklung
  • Kindergesundheit und familiäre Gesundheitsförderung
  • Frühe Hilfen, insb. Gesundes Aufwachsen/ Kommunale Netzwerke sowie soziale und gesundheitliche Fragen in der geburtsmedizinischen und pädiatrischen Versorgung
  • Sozialpolitik, insb. Sozial-, Gesundheits-, Familien- und Kinderpolitik

Aktuelle Publikationen:

Schmidtke, Claudia/Geene, Raimund/Hölling, Heike/Lampert, Thomas (2021): Mental health issues in childhood and adolescence, psychosocial resources and socioeconomic status - An analysis of the KiGGS Wave 2 data. Journal of Health Monitoring. 6 (4), 20–33.

Kuschick, Doreen/Kuck, Joachim/Rattay, Petra/Pachanov, Alexander/Geene, Raimund (2021): Familiäre Gesundheitsförderung bei Alleinerziehenden und ihren Kindern - Ergebnisse einer systematischen Übersichtsarbeit. Prävention und Gesundheitsförderung. 17, 488–498.

Geene, Raimund/von Haldenwang, Ulrike/Bär, Gesine et al. Nutzerorientierte familiäre Gesundheitsförderung – Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zum Netzwerk Gesunde Kinder. Präv Gesundheitsf 16, 95–103 (2021).

Geene, Raimund (2021). Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungen. In: Tiemann, Michael/Mohokum, Melvin (Hrsg.) Prävention und Gesundheitsförderung. Springer Reference Pflege – Therapie – Gesundheit. Springer, Berlin, Heidelberg.

Homepage an der Alice Salomon Hochschule in Berlin:

https://www.ash-berlin.eu/hochschule/lehrende/professor-innen/prof-dr-raimund-geene/

 

Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld

Professorin für Soziologie an der Hertie-School Berlin.

Forschungsschwerpunkte:

  • Familiendemographie/Familiensoziologie
  • Lebenslaufanalyse
  • Sozialpolitik und Familie

Aktuelle Publikationen:

Walper, Sabine/ Kreyenfeld, Michaela (2022): The intensification of parenting in Germany: The role of socioeconomic background and family form. Social Sciences 11, 134.

Kreyenfeld, Michaela/ Schmauk, Sarah/Mika, Tatjana (2022): The gender pension gap in Germany: Is divorce a gender-equaliser? Ageing and Society (online first).

Kreyenfeld, Michaela/Zinn, Sabine (2021): Coronavirus and care: How the coronavirus crisis affected fathers’ involvement in Germany. Demographic Research. 4 (44), 99–124.

Kreyenfeld, Michaela/Trappe, Heike (Hrsg.) (2020): Parental Life Courses after Separation and Divorce in Europe. Life Course Research and Social Policies. Springer, Cham.

Homepage an der Hertie School in Berlin:

https://www.hertie-school.org/de/ueber-uns/profil/person/kreyenfeld

 

Prof. Dr. Kirsten Scheiwe

Emeritierte Professorin für Recht sozialer Dienstleistungen an der Universität Hildesheim.

Forschungsschwerpunkte:

  • Familienrecht, Sozialrecht, Sozialpolitik
  • Vergleichende und interdisziplinäre Untersuchung von Rechtsinstitutionen
  • Recht sozialer Dienstleistungen und internationaler Wohlfahrtsstaatsvergleich
  • Recht und Geschlechterverhältnisse

Aktuelle Publikationen:

Scheiwe, Kirsten (2022): Minimum Wage Also for Standby Time for a Care Worker Posted in Germany by a Bulgarian Agency. International Labor Rights Case Law. 8 (1), 86–90.

Scheiwe, Kirsten (2022): Familie, Gesellschaft und Familienrecht. In: Ecarius, Jutta/ Schierbaum, Anja (Hrsg.) Handbuch Familie. Springer VS, Wiesbaden.

Scheiwe, Kirsten (2022): Elemente kollektiver Rechtsdurchsetzung: Was braucht die Kinder- und Jugendhilfe?. In: Scheiwe, Kirsten/Schröer, Wolfgang/Wapler, Frederike/Wrase, Michael (Hrsg.) Rechtsdurchsetzung, Implementationsdefizite und Rechtsverwirklichung in der Kinder- und Jugendhilfe. Nomos, Baden-Baden, 53-74.

Scheiwe, Kirsten (2022): Sorgetätigkeiten und care im Familien- und Familiensozialrecht – Wie weit sind wir in Deutschland gekommen auf dem Weg zu einem ‚sorgsamen Recht‘?, Neue Zeitschrift für Familienrecht (NZFam) 2/2022, S.45-54

Homepage an der Universität Hildesheim:

https://www.uni-hildesheim.de/fb1/institute/institut-fuer-sozial-und-organisationspaedagogik/team/professorinnen-und-professoren/scheiwe/

 

Prof. Dr. Pia S. Schober

Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Mikrosoziologie an der Universität Tübingen.

Forschungsschwerpunkte:

  • Soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheit in kindlichen Bildungsprozessen
  • Gender, Arbeitsteilung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Demographische Prozesse der Familienbildung und –auflösung
  • Frühkindliche Familien- und Bildungspolitik

Aktuelle Publikationen:

Philipp, Marie-Fleur/Gambaro, Ludovica/Schober, Pia S. (2022): Breaking with traditions? How parental separation affects adolescents’ gender ideologies in the UK, Journal of Family Studies. First published online: December 9, 2022

Goldacker, Kristina/Wilhelm, Janna/Wirag, Susanne/Dahl, Pia/Riotte, Tanja/Schober, Pia S. (2022): Shared leave, happier parent couples? Parental leave and relationship satisfaction in Germany, Journal of European Social Policy. First published January 12, 2022

Büchau, Silke/Schober, Pia S./Becker, Dominik (2021): Couples’ communication behaviour and the gender division of family work across the transition to parenthood, Journal of Family Issues. 0 (0), 1–21.

Fischer, Isabelle/Schober, Pia S./Nagengast, Benjamin (2021): Parental relationship quality and children’s behavioural problems: childcare quality as a protective factor?, Journal of Family Research. 3 (33), 703–733.

Sanchez Guerrero, Laia/Schober, Pia S. (2021): Socialisation Influences on Gender Ideologies of Immigrant and Native Youth in Germany, England, Sweden and the Netherlands, Sex Roles. 85, 113–127.

Schober, Pia S. (2020): Going regional: Local childcare provision and parental work-care choices in Germany, in: Nieuwenhuis, Rense/Van Lancker, Wim (Hrsg.): Palgrave Handbook of Family Policy, London: Palgrave, 485–509.

Homepage an der Universität Tübingen:

https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/wirtschafts-und-sozialwissenschaftliche-fakultaet/faecher/fachbereich-sozialwissenschaften/soziologie/institut/personen/prof-pia-s-schober/

 

Prof. Dr. Holger Stichnoth

Leiter des Forschungsbereichs „Soziale Sicherung und Verteilung“ am ZEW Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim sowie Professeur conventionné an der Universität Straßburg

Forschungsschwerpunkte:

  • Familienökonomik
  • Steuer-Transfer-Mikrosimulation
  • Ungleichheit im Querschnitt und Lebensverlauf

Aktuelle Publikationen:

Riedel, Lukas/Stichnoth, Holger (2022): Inanspruchnahme und Verteilungswirkungen. In: Neu, Claudia Handbuch Daseinsvorsorge. Ein Überblick aus Forschung und Praxis, Berlin, Seite 68–75.

Pfeiffer, Friedhelm/Stichnoth, Holger (2021): Fiscal and Individual Rates of Return to University Education with and without Graduation. Applied Economics Letters 28(16), 1432–1435.

Stichnoth, Holger (2020): Short-run Fertility Effects of Parental Leave Benefits: Evidence from a Structural Model. Empirical Economics 59(1), 143–168.

Albig, Hanne/Riedel, Lukas/Stichnoth, Holger (2019): "Was kommt bei den Kindern an? Vorurteile gegenüber armen Familien". Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit 3/2019, 32–38.

Homepage am ZEW Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung:

https://www.zew.de/team/hsh

 

PD Dr. habil. Christina Boll

Leiterin der Abteilung „Familie und Familienpolitik“ am Deutschen Jugendinstitut (DJI), Privatdozentin an der LMU München und Gastprofessorin für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA)

Forschungsschwerpunkte:

  • Mikroökonomik und Mikrosoziologie familialen Verhaltens
  • Lebensverlaufsanalysen: Interdependenzen von Erwerbs- und Familienbiografien, Zeitverwendung und Arbeitsteilung im Haushalt
  • Einkommensungleichheit und Armutsrisiken, insbesondere im Geschlechtervergleich
  • Evaluation familienbezogener Maßnahmen 
  • Überqualifikation

Aktuelle Publikationen

Boll, Christina/Schüller, Simone (2022): The Economic Well-Being of Nonresident Fathers and Custodial Mothers Revisited: The Role of Paternal Childcare, Journal of Family and Economic Issues.

Boll, Christina/Nikolka, Till (2021): Rightly blamed the ‚bad guy‘? Grandparental childcare and Covid-19. Journal of Public Finance and Public Choice.

Boll, Christina (2021): Die ökonomische Situation von Familien in der COVID 19-Krise. List Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik, 46(3), 379–389.

Homepage am DJI: https://www.dji.de/ueber-uns/mitarbeiterinnen/detailansicht/mitarbeiter/christina-boll.html

Kontakt

+49 89 62306-317
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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