Zur Abbildung des bundesweiten Ausbildungsgeschehens existiert derzeit eine Reihe von Berichtssystemen, wobei z.B. der Berufsbildungsbericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung des BMBF oder die Integrierte Ausbildungsberichterstattung des Bundesinstituts für Berufliche Bildung zu nennen sind. Dennoch gewähren diese Reporte nur einen eingeschränkten Blick auf das bundesdeutsche berufsbildende System in seiner Gesamtheit - z.B. hinsichtlich einer Betrachtung von Übergängen oder Länderspezifika. Die vor diesem Hintergrund durch die Bertelsmann Stiftung geplante Etablierung eines Berichtswesens strebt eine mehrdimensionale, indikatorengestützte Abbildung des beruflichen Ausbildungsgeschehens auf Bundes- und Länderebene an. Ausgangsperspektive der Betrachtung sollen zwei Aspekte zentraler gesellschaftlicher Aufgaben des Ausbildungssystems bilden: Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit.

Ziel des Ausbildungsmonitors ist dabei:

  • in regelmäßiger Form und von unabhängiger Seite eine differenzierte Betrachtung des Ausbildungssystems von öffentlichem Interesse zu ermöglichen, welche neben den dualen auch schulische Ausbildungsformen betrachtet, aber gleichzeitig auch den Verbleib nach Beendigung der Ausbildung und insbesondere die Einmündung in Beschäftigung,
  • mögliche Unzulänglichkeiten, Fehlentwicklungen oder Angebotslücken innerhalb der beruflichen Bildung – unter Berücksichtigung der spezifischen Voraussetzungen bzw. Besonderheiten in den Bundesländern – offenzulegen
  • und so mit einer anschaulichen Darstellung des Ausbildungsgeschehens sowie daran anschließenden empirisch fundierten Handlungsempfehlungen ein Instrument der Politikberatung im Bund sowie in den Ländern zu schaffen.

Dazu erstellt das DJI eine Machbarkeitsstudie, in der untersucht werden soll, ob und in welcher Form der oben beschriebene Ausbildungsmonitor in periodischer Regelmäßigkeit erstellt werden kann.

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