Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Erfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und queeren Jugendlichen, die sie während ihrer beruflichen Ausbildung sowohl in beruflichen Schulen als auch  Ausbildungsbetrieben machen.

In der Zeit der beruflichen Bildung steht das Gelingen der Ausbildung an erster Stelle. Der Ausbildungserfolg kann dabei jedoch durch verschiedene Ursachen wie Mobbing, Exklusion oder Diskriminierung beeinflusst werden. Aus Forschung zu (Diskriminierungs-)Erfahrungen von Jugendlichen in allgemeinbildenden Schulen ist bekannt, dass lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und queere Jugendliche (LSBT*Q) den Ort Schule ausgesprochen ambivalent erleben (Breckenfelder 2015, Klocke 2012)  und dort nicht selten negative Erfahrungen machen (Krell/Oldemeier 2015).

Ausgehend von diesen Erkenntnissen soll im Projekt eine empirische Wissensbasis zu (Diskriminierungs-)Erfahrungen von LSBT*Q Jugendlichen in der beruflichen Bildung geschaffen werden. Zu diesem Zweck werden bundesweit etwa 16 qualitative Interviews mit LSBT*Q Jugendlichen durchgeführt.

Antidiskriminierungsarbeit und der Umgang mit Vielfalt sind zunehmend wichtige betriebliche Aufgaben. Während die Themen Migration, Behinderung und Verhalten gegenüber Frauen in der Antidiskriminierungsarbeit schon länger etabliert sind, finden Fragen zu Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Zugehörigkeit gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen oder queeren Menschen und Menschen mit Trans*-Biografie erst langsam Beachtung. Das Projekt soll notwendige empirische Grundlagen für die Weiterentwicklung von Antidiskriminierungsarbeit in der beruflichen Bildung im Bereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zur Verfügung stellen.

 

Das Projekt wird gefördert von

 

Kontakt

+49 89 62306-310
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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