Mittels einer Totalerhebung werden die Merkmale der in den Schulmüden-Projekte in NRW praktizierten Handlungsansätze zu Schulmüdigkeit, -abbruch und -verweigerung dokumentiert und für einen Transfer verfügbar gemacht.


Erhebung und Dokumentation der Schulmüden-Projekte in NRW

Das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen fördert im Rahmen des Sonderprogramms "Zukunft der Jugend: Bildung und Ausbildung" derzeit 32 Projekte zu einer verbesserten Förderung von schulmüden Jugendlichen.Durch Kooperation von Schule und Jugendhilfe werden Angebote entwickelt und erprobt, die geeignet sind: - einer beginnenden Schulmüdigkeit oder gar Schulverweigerung entgegenzuwirken, - bei einer manifestierten Schulverweigerung Lernmotivation neu zu erreichen und - bei den Schülerinnen und Schülern persönliche Voraussetzungen zu schaffen, um einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen.


Um die Vorgaben für das Sonderprogramm zu erfüllen und neue Wege der schulischen Integration bzw. Reintegration von Schulverweigerern zu erproben, müssen die dabei geförderten Modellprojekte innovative Problemlösungen entwickeln, umsetzen und in ihrer Wirksamkeit testen.
Das Deutsche Jugendinstitut e.V. hat die Aufgabe mittels einer Totalerhebung die Vielfalt der Arbeitsansätze und Problemlösungen, einschließlich aufgetretener Hindernisse und Schwierigkeiten, zu erheben darzustellen und die Erfahrungen, Erkenntnisse und Rahmenbedingungen der Projekte zu dokumentieren, so dass die Erfahrungen solcher Handlungsansätze für den Transfer verfügbar werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach dem Verhältnis (der "Passung") von Handlungsansätzen, Zielsetzungen und (lokalen) Rahmenbedingungen für die Umsetzung.