Lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter* oder queer (LSBTIQ*) zu sein, ist in unserer Gesellschaft noch immer nicht selbstverständlich. Junge Menschen müssen ihre Empfindungen erklären, wenn sich ihre sexuelle Orientierung nicht (nur) auf das andere Geschlecht richtet oder wenn ihre geschlechtliche Zugehörigkeit nicht mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. Für inter* und queere Jugendliche und junge Erwachsene, die ihre geschlechtliche Zugehörigkeit oder sexuelle Orientierung nicht entsprechend einer binären Kategorie erleben, gilt dies nochmals verstärkt. Neben altersgemäßen Anforderungen des Erwachsenwerdens besteht für junge lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen damit die zusätzliche Anforderung, sich in einer nach wie vor heteronormativen Umwelt zu verorten.

 

Im Mittelpunkt steht damit die Frage, wie LSBTIQ* Jugendliche und junge Erwachsene ihr „persönliches Leben“ angesichts aktueller gesellschaftlicher Bedingungen des Aufwachsens individuell gestalten können. In dem Projekt sollen die für junge LSBTIQ* Personen zentralen Lebensbereiche von Freizeit und Sport im Fokus stehen. Da viele Freizeit- und Sportangebote über Angebote der offenen Jugendarbeit oder von Jugendverbänden und Vereinen organisiert sind, ergibt sich hier ein Handlungs- und Gestaltungsbedarf auch und gerade für die beteiligten Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe: Welche Strategien können Exklusionsrisiken verringern und Inklusionschancen für LSBTIQ* Jugendliche und junge Erwachsene in Freizeit und Sport erhöhen? 

Ausgehend von den Erfahrungen und Ergebnissen des vorherigen Projekts "Coming-out - und dann...?!" werden LSBTIQ* Jugendliche und junge Erwachsene im Rahmen einer Onlinebefragung sowie persönlichen Interviews zu ihren Erfahrungen in Freizeit und Sport befragt. 

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich gerne an Dr. Claudia Krell (Themenschwerpunkt sexuelle Orientierung) und Kerstin Oldemeier (Themenschwerpunkt geschlechtliche Zugehörigkeit). 

Diese Projekt wird gefördert durch:

Kontakt

+49 89 62306-310
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

Mehr zum Projekt