Das Projekt besteht aus zwei Teilprojekten die untersuchen, wie es Familien mit Migrationshintergrund geholfen und ihr Armutsrisiko reduziert werden kann.

Das Teilprojekt 1 setzt sich mit der Frage auseinander, unter welchen Bedingungen aktivierende Arbeitsmarktpolitik für Mütter mit Migrationshintergrund erfolgreich ist. Bei Personen mit Migrationshintergrund - insbesondere Frauen – lässt sich tendenziell eine geringere Arbeitsmarktbeteiligung feststellen. Das durch das BMFSFJ geförderte Programm „Stark-im-Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ soll den Erwerbseinstieg für Mütter mit Migrationshintergrund erleichtern und den Zugang zu vorhandenen Angeboten zur Arbeitsmarktintegration verbessern. Im Teilprojekt 1 werden im Rahmen des „Stark-im-Beruf“-Programms erhobene Daten ausgewertet. Untersucht wird, wie individuelle Merkmale der Teilnehmerinnen, Aspekte der Programmgestaltung sowie regionale Bedingungen das Ergebnis des Programms beeinflussen.

Im Teilprojekt 2 wird ein Vorschlag für das Design einer Studie erarbeitet, womit Umfang und Gründe der selektiven Inanspruchnahme von antragspflichtigen Geldleistungen von Familien mit Migrationshintergrund untersucht werden könnten. Ziel der Machbarkeitsstudie ist erstens die Entwicklung eines methodischen Konzepts für eine Untersuchung der Forschungsfragen. Dabei sollen zweitens das Potenzial einschlägiger, verfügbarer Sekundärdaten abgeschätzt und drittens Vorschläge für neu zu erhebende Daten zur Beantwortung der Forschungsfragen erarbeitet werden. Die grundlegende Frage ist die nach der migrationsspezifischen Selektivität bei der Inanspruchnahme von familienbezogenen Geldleistungen bei ansonsten gleichen Familienmerkmalen. Die Analysen sollten allerdings auch die Heterogenität der Familien mit Migrationshintergrund berücksichtigen. In einem weiteren Schritt sind die Mechanismen zu eruieren, welche die (Nicht-)Inanspruchnahme der Angebote seitens der Familien mit Migrationshintergrund beeinflussen. In diesem Zusammenhang werden sowohl Merkmale der Adressatinnen und Adressaten als auch die Gestaltung der Maßnahmen berücksichtigt.

Kontakt

+49 89 62306-423
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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