Unter dem Titel "Ich mache Politik" startet die Bundesregierung im November 2001 eine Initiative zur Entstehung einer Beteiligungsbewegung. Das Deutsche Jugendinstitut hat die Projektträgerschaft für diese Initiative übernommen und ist mit der wissenschaftlichen Begleitung beauftragt.
Die "Politikverdrossenheit" junger Menschen ist immer wieder ein Anlaß zur Diskussion. Immer weniger Jugendliche sind organisiert, die gesellschaftlichen Institutionen werden als alt und langweilig empfunden, Jugendliche haben nicht mehr das Gefühl etwas verändern zu können. Die Jugend steht den herkömmlichen Politikstrukturen zwar skeptisch gegenüber, will in ihrem Gestaltungswillen aber ernst genommen und in Politik und Gesellschaft beteiligt sein. Jugendliche sind im persönlichen Umfeld sehr engagiert, sie beteiligen sich projektorientiert außerhalb etablierter Institutionen und erwarten handlungsorientierte Lösungen von Politik und Gesellschaft. Ein Spannungsfeld ist zu registrieren, auf das die Jugendpolitik Antworten geben muß.
Vor diesem Hintergrund will die Initiative das Thema Beteiligung zunächst öffentlichkeitswirksam stärker in den Vordergrund rücken, bundesweit Impulse geben und im Verbund mit allen Partnern (Länder, Kommunen, Jugendverbände und Organisationen der Jugendarbeit, Schulen und Bildungseinrichtungen) für Beteiligung mobilisieren.