Lange Zeit war Elternschaft ein überwiegend biologisch geprägter Ausdruck: Eltern eines Kindes waren stets der leibliche Vater und die leibliche Mutter. Doch die soziale Welt des 21. Jahrhunderts wird vielfältiger. Manche Kinder leben nach der Scheidung oder Trennung ihrer Eltern mit Stiefeltern zusammen, andere wachsen bei gleichgeschlechtlichen Paaren, bei Pflege- oder Adoptiveltern auf. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Mütter und Väter. Trotz Berufstätigkeit und öffentlicher Betreuungsangebote investieren sie heute deutlich mehr Zeit und Geld in die Kindererziehung als noch vor zwei Jahrzehnten. Kinder können von dieser besseren Förderung profitieren, doch der Trend verstärkt auch soziale Ungleichheiten, zeigt die Forschung des Deutschen Jugendinstituts (DJI).