Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention
Forschungsschwerpunkt „Demokratie im Jugendalter“ (DeJu)
Quantitative Sekundäranalysen
Wie stehen junge Menschen zu Demokratie, politischen Institutionen und politischem Engagement? Aktuelle Studien deuten auf sinkendes Vertrauen in politische Institutionen und zunehmend demokratiedistante Haltungen in der Allgemeinbevölkerung hin – doch gelten diese Trends auch für Jugendliche und junge Erwachsene? Die AFS untersucht diese Fragen durch quantitative Sekundäranalysen.
Im Fokus der jugendspezifischen Analysen stehen unter anderem:
- Politische Einstellungen (etwa zur Demokratie)
- Vertrauen in politische Institutionen
- Formen und Verbreitung politischer Partizipation
- Einflüsse von sozialen Medien und Peergroups auf politische Sozialisationsprozesse
Mithilfe deskriptiver und multivariater Analysen werden unter anderem Ursachen für politisches (Nicht-)Engagement, Demokratiedistanz und Vertrauensverlust erforscht. Dabei werden sozioökologische und -ökonomische Faktoren wie Bildung, Alter, familiäre Situation oder Wohnort berücksichtigt. Die Datengrundlage variiert je nach Forschungsfrage.
Das übergeordnete Ziel der Sekundärauswertungen besteht darin, fundierte Handlungsempfehlungen für die pädagogische Praxis und Politik abzuleiten, um demokratische Teilhabe und politische Bildung junger Menschen gezielt stärken zu können.
Qualitative Studie zu Demokratie und Jugend
Eine qualitative Studie soll sich ab 2027 mit dem politischen Engagement junger Menschen im schulischen und außerschulischen Raum befassen. Hier sind in erster Linie Gruppendiskussionen mit Jugendlichen geplant. Die Ergebnisse sollen insbesondere die Weiterentwicklung der Praxis der Demokratieförderung unterstützen.