Ausgangssituation

Vor dem Hintergrund von Todesfällen von Kindern durch Misshandlung oder Vernachlässigung und einer intensiv geführten Diskussion um fachliche Standards im Kinderschutz hat das Thema Risikoeinschätzung bei möglicher Kindeswohlgefährdung Bedeutung erlangt. Standardisierte Risikoeinschätzungsinstrumente bei Kindeswohlgefährdung werden seit den 80er Jahren überwiegend im angloamerikanischem Raum entwickelt und angewandt. Sie werden seit einigen Jahren auch in Deutschland in vergleichbarer Weise entwickelt und in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe eingesetzt. Der Stuttgarter Kinderschutzbogen gehört zu den standardisierten Verfahren in Deutschland. Er wurde vom Jugendamt Stuttgart im Rahmen des Projektes „Weiterentwicklung der Kinderschutzarbeit in den Sozialen Diensten des Jugendamtes Stuttgart“ (10/2000 bis 03/2002) entwickelt und erprobt. Der Kinderschutzbogen wird dort in der Praxis seit 2001 angewandt. Mit wissenschaftlicher Begleitung durch Heinz Kindler vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) sowie in Kooperation mit dem ASD-Fachzirkel „Kinderschutz“ des Jugendamtes Stuttgart und des Jugendamtes Düsseldorf wurde der Kinderschutzbogen seitdem weiterentwickelt und wird in beiden Jugendämtern seit dem Jahr 2006 einsetzt. Um Informationen über die Reichweite des Instrumentes in der Praxisanwendung zu erhalten, war das Interesse der Jugendämter, den Kinderschutzbogen auf seine Praxistauglichkeit und Anwendbarkeit hin evaluieren und validieren zu lassen. Die Jugendämter Stuttgart und Düsseldorf initiierten und finanzieren in Kooperation das Evaluationsprojekt.

Kontakt

+49 89 62306-245
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

Gefördert / finanziert durch

Landeshauptstädte Düsseldorf und Stuttgart

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