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Das Projekt hat zum Ziel, eine aktuelle empirische Grundlage für die Bedarfsplanung der Kinder- und Jugendhilfe im Landkreis Saalekreis zu schaffen. Die Jugendhilfeplanung stellt ein wichtiges Instrument zur Sicherung einer qualitativ wie quantitativ bedarfsgerechten Angebotslandschaft in der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort dar. Es ist bekannt, dass die organisatorische Ausgestaltung von Bildungs- und Freizeitorten aber auch ungeeignete Öffnungszeiten Jugendliche oft an der Wahrnehmung solcher Angebote hindert sowie die Bedarfe der Jugendlichen in Abhängigkeit vom Alter stark variieren können. Somit sind für die Studie möglichst konkrete Bedarfsabfragen einzuholen. Entsprechend wurden sowohl die Zielgruppe (Nachfrageseite) als auch die Fachkräfte (Angebotsseite) als relevante Akteure einbezogen. Im Saalkreis liegen zudem bereits frühere empirische Regionalanalysen zu Problemen von Kindern und Jugendlichen vor, deren Ergebnisse für die Studie genutzt werden können.

Informationen zum Vorgängerprojekt Befragung und Analyse zum Freizeitverhalten und zur Jugendarbeit im Saalekreis – „What's up?“

Die Kinder- und Jugendstudie Saalekreis 2026 verfolgt folgende Ziele:

  • Bedarfsanalyse: Erfassung der Lebenslagen, Interessen und Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
  • Psychische Gesundheit: Untersuchung der subjektiven Belastungen, Stressoren und Schutzfaktoren im Alltag der jungen Menschen, um Handlungsfelder im Bereich Prävention und Unterstützung abzuleiten.
  • Digitale Lebenswelten: Analyse der Chancen und Risiken digitaler Mediennutzung, auch im Hinblick auf soziale Teilhabe und psychisches Wohlbefinden.
  • Partizipation: Stärkung der Mitbestimmungsmöglichkeiten junger Menschen in der Jugendhilfeplanung.
  • Handlungsempfehlungen: Entwicklung konkreter Empfehlungen für Verwaltung, Politik und Praxis zur Weiterentwicklung der Angebotslandschaft im Saalekreis.

Zur Verfolgung des beschriebenen Erkenntnisinteresses werden sowohl die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen als auch jene von lokalen Jugendsozialarbeiter:innen im Saalekreis berücksichtigt. Im Fokus der erstgenannten Gruppe stehen Heranwachsende im Alter von 9 bis 27 Jahren.

Die Untersuchung ist als Methodenmix aus quantitativen und qualitativen Zugängen angelegt. Im Rahmen der verschiedenen empirischen Erhebungen werden zudem die spezifischen Bedingungen sowohl ländlich geprägter als auch städtischer Siedlungsräume einbezogen. Die Studie folgt einem multimethodischen Ansatz. Zu den empirischen Erhebungsschritten zählen unter anderem:

  • Recherche der Angebotsstrukturen
  • Experteninterviews
  • Gruppendiskussionen
  • standardisierte Onlinebefragung von Kindern und Jugendlichen sowie außerschulische Befragung junger Erwachsener