Bericht aus der Werkstatt III

„Außerbetriebliche Erstausbildung in Juniorfirmen und Jugendhilfebetrieben“ (Ulrike Richter, Irene Hofmann-Lun)


In der Werkstatt wurde das Thema produktionsorientiertes Lernen in der Berufsausbildung mit der Fragestellung vertieft: 55 Fachkräfte aus Sozialverbänden und Bildungseinrichtungen nahmen teil.


Foto Matthias Möller/Medial Mirage
Foto Matthias Möller/Medial Mirage


Einleitend wurde vom Moderator Herrn Konrad Kutt (ehemaliger Mitarbeiter des Bundesinstituts für Berufsbildung, Bonn) das Thema in einen berufsbildungspolitischen und didaktischen Kontext gestellt: In der Werkstatt kommen zwei Themenfelder von hochaktueller Bedeutung zusammen: Außerbetriebliche Berufsbildung und die Methode des Lernens in Juniorenfirmen bzw. die Verbindung von Arbeiten und Lernen in der Ernstsituation im Rahmen von Zweck-betrieben oder ähnlichen Konstruktion. Sie spiegeln ein quantitatives Problem des Berufsbil-dungssystems wider und bieten zugleich eine qualitative Antwort auf eine didaktisch-methodische Herausforderung

Im traditionellen System, also im herkömmlichen dualen System werden nur noch 40 % der Jugendlichen ausgebildet – mit abnehmender Tendenz. Ein großer Teil der Jugendlichen landet mithin in verschiedenen Maßnahmen der Bundesagentur, der Berufsvorbereitung, verbesserten Berufsorientierung in Jugendsofortprogrammen – in Warteschleifen also.

Dieses neue Standbein der Berufsbildung, das eigentlich nicht mehr Schule ist und noch nicht Ausbildung ist, wird als „Übergangssystem“ bezeichnet. Daran sind vor allem auch außerbetriebliche Einrichtungen der verschiedensten Träger beteiligt. Insgesamt spricht man davon, dass 40 % eines Anfänger-Jahrgangs in diesem Übergangssystem landet. Immerhin wird in diesen Maßnahmen eine gezielte Berufsvorbereitung oder auch Teilausbildung vermittelt, wenn auch die Teilnehmer weitgehend in der Unsicherheit gelassen werden, ob sie z. B. in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis einmünden können. Trotz dieser unverkennbaren Leistungen wird sowohl das schulische wie auch die außerschulische bzw. außerbetriebliche Ausbildung von den Vertretern der „reinen Lehre“ als praxisfremd, kostenträchtig, als Spielwiese oder Trockenübung abgetan.

Die zentralen Fragen der Werkstatt waren: Wie gelingt es, mehr Realität, mehr Arbeit und praktisches Tun in die Juniorenfirmen und Jugendhilfebetriebe zu bringen? Wie kann man die Selbstständigkeit der jungen Leute verbessern, wie den Realitätsgehalt erhöhen? Wie kann gleichzeitig die Teamfähigkeit gesteigert und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und anderen Stakeholdern verbessert werden?


Zwei Jugendhilfebetriebe stellten sich vor:

  • Übungsrestaurant Zechlinerhütte, Initiative Jugendarbeitslosigkeit Neuruppin e. V. (IJN),
    Herr Andreas Haake, Geschäftsführer
  • Ökomobil - Ein Meisterbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus Karlsfeld,
    Träger Spectrum – Arbeit Beruf Soziales e. V., Herr Volker Widmann


Den Präsentationen lagen folgende Leitfragen zugrunde, die dazu dienten, den Tagungsgästen einen Einblick in die Aktivitäten zu vermitteln.

  • Wie kam es zur Gründung des Jugendhilfebetriebs?
  • Welche Produkte und Dienstleistungen bieten Sie an? Warum eignen sie sich für den Jugendhilfebetrieb?
  • Wie ist die Finanzierung? Anteil Förderung, Anteil eigener Umsatz, Gewinn
  • Welche Qualifikationen und Berufsabschlüsse können erreicht werden?
  • Erhalten die Jugendlichen eine Bescheinigung („Arbeitszeugnis“), woraus hervorgeht, wofür sie verantwortlich waren und welche persönlichen Kompetenzen sie dabei zeigten?
  • Welches Übergangsmanagement wird im Rahmen der Ausbildung realisiert?
  • Wie verhält sich Ihr Betrieb zur freien Wirtschaft?
  • Mit welchen Schwierigkeiten mussten Sie umgehen und wie haben sie diese gelöst?


Präsentation Übungsrestaurant Zechlinerhütte, Andreas Haake

Angesichts des Lehrstellenmangels in der Region entwickelte der 1990 in Neuruppin gegründete Träger Initiative Jugendarbeit Neuruppin e.V. mit dem Arbeitsamt, den Kammern und an einem „runden Tisch“ die Idee, Ausbildungsplätze in Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes anzubieten. In diesen Berufen wurden in der Tourismusregion Mecklenburger Seenplatte auch zu DDR-Zeiten Jugendliche in großer Zahl ausgebildet, und für diese Berufe wurde in der Region eine Perspektive gesehen.

Der Verein Initiative Jugendarbeit Neuruppin hat die Zielsetzung, junge Menschen mit sozialen Handlungseinschränkungen zu fördern und damit ihre soziale und berufliche Situation nachhaltig zu verbessern. Die Aktivitäten des Vereins sind den drei Bereichen Erstausbildung, Berufliche Bildung und Jugendhilfe zugeordnet.

Die Erstausbildung erfolgt an den Standorten Zechlinerhütte und Am Birkenhain mit kooperierenden Wirtschaftsbetrieben im Verbund. Ergänzend werden ausbildungsbegleitende Hilfen angeboten. Im Sommer 1992 wurde die Ausbildungseinrichtung als „Übungsrestaurant“ erstmals für einen Monat geöffnet. In den darauf folgenden Jahren wurde der Betrieb immer mehr ausgeweitet bis schließlich im Sommer 1995 mit der Eröffnung des Hotels ein ganzjähriger Hotel-, Gaststätten- und Tagungsbetrieb angeboten wurde. 2002 wurde ein weiteres Objekt angemietet: Das Hotel- und Restaurant „Am Birkenhain“. Derzeit bietet der IJN insgesamt 145 Ausbildungsplätze an.

In den Jugendhilfebetrieben Restaurant und Hotel Zechlinerhütte und Am Birkenhain werden Hotelfachkräfte, Beiköche und Restaurantfachkräfte ausgebildet. Alle anfallenden Arbeiten im Hotel und Restaurant werden von den Jugendlichen übernommen und in Kooperation mit saisonalen Fachkräften und festangestellten Mitarbeitern durchgeführt. Die Leitung der jeweiligen Bereiche obliegt den Projektmitarbeitern. Die Ausbildung im Jugendhilfebetrieb wird kooperativ von Fachausbildern, Stützlehrern und Sozialpädagogen organisiert und durchgeführt. Jeder Jugendliche ist einem festen Ausbildungsbereich zugeordnet. Räumlich verfügt jede Ausbildungseinheit (Küche, gastronomischer Service, Hotel) über zusätzliche Lern- und Übungsbereiche, in denen beispielsweise das Zubereiten von Speisen, Eindecken für Festlichkeiten und das Servieren geübt wird. So können Übungs- und Lernsituationen miteinander kombiniert und in den Tagesablauf des Hotel- und Gastronomiebetriebes integriert werden. Die Eingliederungsquote in den ersten Arbeitsmarkt liegt bei 70 %.

Das Modell Jugendhilfebetrieb, gerade wenn er erfolgreich ist, wird von privatwirtschaftlichen Betrieben der Branche als Konkurrenz erlebt. Um diese Situation zu entschärfen, arbeiten die Projektmitarbeiter/innen des Jugendhilfebetriebes in Berufsverbänden mit und nehmen Funktionen in Prüfungsausschüssen wahr. Eine Grundbedingung für die „friedliche Koexistenz" sind die Kommunikation und Beteiligungsformen, in denen eine Gleichrangigkeit entsteht. z. B. im Vorstand des Tourismusverbandes und im Verein der Köche. Der Geschäftsführer (Andreas Haake) arbeitet in politischen Gremien mit z. B. Wirtschaftsauschuss, Haupt- und Finanzausschuss. Hier treffen die Mitarbeiter des Jugendhilfebetriebes Unternehmer auf Augenhöhe, begegnen ihnen mit Wertschätzung und Respekt und können dadurch zeigen, dass sie ihnen im wirtschaftlich verantwortlichem Denken und Handeln nicht nachstehen.


Präsentation - Die Jugendhilfebetriebe der Initiative Jugendarbeit Neuruppin e.V.


Weitere Informationen erhalten Sie im Internet:

http://haus-am-see-zechlinerhuette.de/

http://www.am-birkenhain.de/


Kontakt

Initiative Jugendarbeit Neuruppin e. V.
Karl-Liebknecht-Str. 32
16816 Neuruppin

Tel. 03391-2454

Geschäftsführer Herr Andreas Haake

E-Mail: ijn.haake@t-online.de

http://www.ijn-ev.de


Präsentation Ökomobil Karlsfeld, Volker Widmann

Ökomobil – ein gemeinnütziger Meisterbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus wurde 1984 mit der Zielsetzung gegründet, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und Ausbildungs- und Arbeitsplätze im Umweltbereich zu schaffen. Zielgruppe für dieses Projekt sind junge Menschen, die nach SGB VIII, § 13 einen Förderbedarf aufweisen. Den Jugendlichen sollen Handlungskompetenz und Schlüsselqualifikationen für den beruflichen Alltag vermittelt werden, sie sollen psychosozial gefestigt werden und Lebens- und Berufsperspektiven entwickeln.


Foto Matthias Möller/Medial Mirage
Foto Matthias Möller/Medial Mirage


Die Jugendlichen erhalten je nach Bedarf, sich zu qualifizieren, eine Ausbildung zu beginnen oder Beschäftigungsmöglichkeiten.

Der Garten- und Landschaftsbau ist besonders für die Förderung der benachteiligten Jugendlichen geeignet, weil es sich dabei um eine zukunftsfähige Branche handelt, für die gute Vermittlungschancen bestehen und der Einstieg auf jedem Kenntnisstand möglich ist. Die berufsspezifische Qualifikation kann schrittweise entsprechend den individuellen Fähigkeiten erfolgen.


Das Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebot umfasst folgende Bereiche

  • Neuanlage von Gärten
  • Umgestaltung von Gärten
  • Mäharbeiten
  • Baumschnitt
  • Heckenschnitt


Im Garten- und Landschaftsbau sind zum Aufbau der betrieblichen Infrastruktur verhältnismäßig viele Fachkräfte erforderlich. Generell sollte ein Verhältnis Fachkräfte/Zielgruppe von 1:3 angestrebt werden. Die Polarität zwischen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten und pädagogischen Zielen schafft das betriebliche Lernfeld.

Jeder Teilnehmer erhält ein Arbeitszeugnis. Die Jugendlichen können externe Qualifikationen erwerben, wie etwa Erste-Hilfe-Kurs, Motorsägenschein. Darüberhinaus gibt es interne Kursangebote mit Teilnahmezertifikat (z. B. PC-Kurs). Jugendliche, die eine Ausbildung absolvieren, erhalten den Gesellenbrief des Garten- und Landschaftsbaus.

Das Projekt wird zu 50 % aus Bundes-, Landes- und kommunalen Mitten sowie zu 50 % aus den eigen erwirtschafteten Mitteln finanziert.

Von 12 Jugendlichen konnten 2006 vier in sozialversicherungspflichtige Arbeit vermittelt werden, vier begannen eine Ausbildung, ein Jugendlicher ging weiter zur Schule, einer erhielt einen Job, einer ist ausgeschieden wegen Krankheit, einer wurde in Beschäftigung/Qualifizierung vermittelt.


Innerhalb der Branche gibt es vielfältige Kooperationen mit privatwirtschaftlichen Betrieben:

  • Praktika der jungen Menschen in anderen Betrieben
  • Gemeinsame Abwicklung von Bauvorhaben
  • Gemeinsame Teilnahme an überbetrieblichen Kursen, Ausstellungen Messen etc.


Präsentation - Ökomobil: Ein Jugendhilfebetrieb aus Bayern


Kontakt

Ökomobil – Meisterbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus
Münchner Str. 70 1/2
85757 Karlsfeld

Tel. 08131/6699988
E-Mail: galabau@oekomobil.de

Volker Widmann
E-Mail: volker.widmann@oekomobil.de

www.oekomobil.de



Die Werk-statt-Schule Hannover stellte das Modellprojekt zur Gründung von Genossenschaften, die Jugendkooperative (JuCoop) für junge Menschen zwischen 20 und 25 an der zweiten Schwelle vor:

  • Zielgruppe sind Ausbildungsabbrecher, Jugendliche mit Berufsausbildung, aber ohne Arbeitsplatz, also Jugendliche, die über berufliche Kompetenzen verfügen.
  • Zielsetzung ist es, dass diese Jugendlichen sich Geschäftsideen überlegen dafür Nischen in der Region suchen und zur Realisierung Genossenschaften (Juniorfirmen) gründen.
  • In einem Zeitraum von 15 Monaten entwickeln die Jugendlichen eine Geschäftsidee, erarbeiten einen Businessplan für die Betriebsgründung. (z. B. Krabbelgruppen; Dienstleistung rund ums Haus)
  • Die Mitarbeiter für dieses Projekt werden von der ARGE und aus Stiftungsmitteln finanziert; die Jugendlichen erhalten als weitere finanzielle Unterstützung die Erstattung von Fahrtkosten. Die Erfahrung zeigt, dass für Jugendhilfebetriebe und Juniorfirmen Auftragsnischen gefunden werden müssen, die sehr regionsabhängig sind.


Kontakt

Werk-statt-Schule Hannover e. V.

http://www.werkstattschule.de/

Tel. 0511/169 75 51
E-Mail: jucoop@werkstattschule.de



Diskussion

Fragestellungen

  • Welche zentralen Probleme tauchen immer wieder auf?
  • Was muss ich machen, um eine – für sinnvoll gehaltene – Juniorenfirma einzurichten?
  • Was braucht man dazu?


Foto Matthias Möller/Medial Mirage
Foto Matthias Möller/Medial Mirage


Statements

Die Frage des Wettbewerbs und einer möglichen Wettbewerbsverzerrung spielte in den Beiträgen und in der Diskussion stets eine Rolle. Während manche Juniorfirmen für den firmeninternen Markt und für den Belegschaftshandel tätig sind, wenden sich die Zweckbetriebe und Jugendhilfebetriebe, wie auch die Produktionsschulen in der Regel an den externen Markt. Diese Marktteilnahme bleibt wettbewerbsrechtlich häufig eine ungeklärte Grauzone. Die wichtigste Empfehlung hierzu bezog sich darauf, dass möglichst von Anfang an kontinuierliche Absprachen mit der ansässigen Wirtschaft (Finanzamt, Kammern, Verbände, Betriebe) getroffen werden sollten. Schließlich kommen die gut ausgebildeten Fachkräfte auch der Wirtschaft und der Region zugute. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass möglichst marktübliche Preise gebildet werden sollten. Zudem werden nicht selten gerade auch solche Aufträge bearbeitet, die für die Wirtschaft uninteressant sind, z.B. komplizierte Einzelaufträ-ge, Aufträge, die im öffentlichen Interesse liegen oder mit denen eine innovative Nische ent-deckt wurde. In einigen Fällen wurden auch „Ausgründungen“ mit erwerbswirtschaftlicher Orientierung vorgenommen.

In der Diskussion wurde die Problematik angesprochen, dass sich derzeitig die Diskussionen und Aktivitäten "zurück in die Zukunft" bewegen, d. h. es gibt keine Weiterentwicklungen. "Wir laufen seit 20 Jahren den Ansätzen hinterher; eine Nachhaltigkeit ist nicht gegeben.“

„Derzeit besteht eine Flickschusterei in der Berufsausbildungsförderung benachteiligter Jugendlicher…" Aus dieser Einschätzung wurde abgeleitet, dass eine nachhaltige Finanzierung von Förderkonzepten geschaffen werden muss. Berücksichtigt werden muss dabei, welche Aufgaben in welchen Zuständigkeitsbereich des Bundes, der Länder und der Kommunen gehören. Derzeit werden die Projekte aus einem Pool unterschiedlichster Zuständigkeitsbereiche finanziert.

Es sollte politisch darauf hingewirkt werden, dass Kontinuität in der Umsetzung und Entwicklung von langfristigen Aufgaben und auch von speziellen Programmen hergestellt wird. Wie kann man zu stabilen Strukturen kommen, das Übergangssystem fundiert und nachhaltig zu gestalten? Welche Strukturen sind notwendig? Welche Forderungen können von wem an welche Adressaten gestellt werden? Derzeit liegt die (sozialpädagogische) Hauptlast bei den Bildungsträgern, die in diesem Feld aktiv sind.

Ansätze der Förderung gehören in die Jugendhilfe und nicht in die Arbeitsverwaltung: Projektträger müssen sich entsprechend positionieren dürfen, um nicht ständig zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Jugendberufshilfe zu jonglieren. Wichtig ist eine stabile Finanzierung, ohne ständig die Zielgruppen neu definieren zu müssen.


Schlussfazit aus den Inputreferaten und Perspektiven des Transfers aus der Diskussion:

  • Wünschenswert wären mehr Selbsthilfefirmen und Juniorenfirmen, d. h. Unternehmen, die von den Jugendlichen selbst geführt werden. Dafür sollte die Förderung ausgebaut werden. Siehe Werk-statt-Schule Hannover e. V.
  • Die Förderung muss regional und vor Ort gesteuert werden. Es sollen regionale Finanzierungspools eingerichtet werden, um die Gelder regional an entsprechende Projekte/Initiativen zu verteilen, um Planungssicherheit für Träger und auch eine Nachhaltigkeit in diesem Förderbereich zu erreichen. Einwand: diese Art der Förderung würde gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen.
  • Die partnerschaftliche Verbund-Ausbildung zwischen privatwirtschaftlichen Betrieben und Jugendhilfebetrieben bzw. freien Trägern der Jugendsozialarbeit soll angestoßen werden. Verstärkte Aktivierung der privatwirtschaftlichen Betriebe, insbesondere bei Verbundausbildungen, die eine Phase der Ausbildung in Jugendhilfebetrieben und eine betriebliche Ausbildungsphase kombinieren. Die privatwirtschaftlichen Betriebe dürfen nicht aus der Verantwortung entlassen werden, sie dürfen die Aufgabe der Ausbildung nicht auf Jugendhilfe abwälzen.
  • Ein fachlicher Austausch zwischen Jugendhilfebetrieben ist unbedingt notwendig. Dies wäre realisierbar durch einen Verbund dieser Initiativen.

Zusammenfassend kann im Hinblick auf die Didaktik des produktionsorientieren Lernens gesagt werden, dass die Lebensprobleme der heute heranwachsenden Jugendlichen oftmals sehr viel größer sind als ihre Lernprobleme. Die berufsvorbereitenden Maßnahmen müssen deshalb zunächst erst auf diese Lebens- und Persönlichkeitsprobleme „Lebensertüchtigung“ eingehen. In der Einheit von Handeln, Sprache und Emotion werden Lernprozesse eingelei-tet, die zu allererst die jungen Menschen stärken.


Foto Matthias Möller/Medial Mirage
Foto Matthias Möller/Medial Mirage


Weiterführende Links zum Thema

Juniorfirma Modiko IB-Bildungszentrum Stuttgart.
http://www.modiko.de/

Juniorenfirma Spektrum der Berliner Verkehrsbetriebe
http://www.bvg.de/index.php/de/3892/name/Juniorenfirma+Spektrum.html

Arbeitsgemeinschaft der Juniorenfirmen
http://www.juniorenfirma.de/


Kontakt

+49 89 62306-236
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München