Wie wachsen Kinder auf?

Kinder leben heute bedingt durch den ökonomischen, familienstrukturellen und gesellschaftlichen Wandel in einer neuen Situation. Ihr Möglichkeitsraum hat sich in mancherlei Hinsicht erweitert (z.B. durch Kommunikationsmedien), in anderer Hinsicht verengt (z.B. Geschwisterzahl). Viele Kinder sind früh gefordert, selbstständig zu handeln und eigene soziale Bezüge aufzubauen. Wie es ihnen gelingt, ihren Lebensraum und soziale Beziehungen zu gestalten, ist abhängig von der Entwicklung ihrer Persönlichkeit im Kontext ihrer jeweiligen Lebenslagen. Dabei greifen sie auf personale, ökonomische und soziale Ressourcen zurück, die aber räumlich ungleich verteilt sind. Die Studie verfolgte einen doppelten Zweck: Zum einen versuchte sie im Sinne einer Sozialberichterstattung über Kinder Lebenslagen von Kindern differenziert zu beschreiben. Zum anderen sollten, Einflüsse unterschiedlicher Lebenslagen auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder nachgezeichnet werden.

Speziell behandelte das DJI-Kinderpanel folgende Fragen:

    a) Was fördert Kinder in ihrer psychosozialen Entwicklung?
    Unter welchen Voraussetzungen entwickeln sie Fähigkeiten, soziale Beziehungen aufzubauen und aufrecht zu erhalten, sich in Gruppen zu orientieren und zu positionieren, gemeinsam mit anderen Probleme zu lösen und Konflikte zu bewältigen, soziale Unterstützung zu geben oder zu nutzen?

    b) Welche Risikofaktoren sind für die Kompetenzentwicklung von Kindern von Bedeutung?
    Welche Konstellationen bergen die Gefahr, dass Kinder in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung (z.B. Schulerfolg, persönliche Interessenentfaltung) eingeschränkt werden oder Problemverhalten entwickeln (z.B. Aggressivität, Krankheiten, abweichendes Verhalten)?


Kompetenzentwicklung vollzieht sich im sozialen und räumlichen Nahumfeld in Interaktionen sowie vor dem Hintergrund sozialstruktureller Merkmale in den verschiedenen Lebensbereichen der Kinder. Wichtige Sozialisationsinstanzen in der Kindheit sind die Familie, Gleichaltrigengruppen und Institutionen wie Kindergarten, Hort und Schule. Diese Lebensbereiche stellen spezifische Anforderungen an die Kinder und bieten Handlungsspielräume und Lernchancen. In den Lebensbereichen soll der Blick insbesondere auf sozioökonomische (materielle) Ressourcen, räumliche und institutionelle Infrastrukturen sowie soziale Ressourcen gerichtet werden. Die Entwicklungsprozesse sollen im Zusammenhang mit den Übergängen zwischen Institutionen, d.h. von Kindergarten in die Grundschule sowie von der Grundschule in die Sekundarstufe I untersucht werden.

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Deutsches Jugendinstitut
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