Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention
Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention wurde 1997 gegründet und bietet Fachpraxis, Politik, Medien und Forschung wissenschaftsbasierte Informationen.
Zentrale Aufgabe ist das Monitoring und die Bewertung von aktuellen Entwicklungen im Bereich der Delinquenz und Viktimisierung von jungen Menschen sowie von Konzepten der Kriminalitätsprävention der Kinder und Jugendhilfe, Schule, Polizei und Justiz. Dazu stellt die Arbeitsstelle Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien und Statistiken zusammen und ordnet diese in die Diskurse von Fachpraxis und Politik ein. Sie führt darüber hinaus eigene wissenschaftliche Erhebungen durch, die zum Beispiel Herausforderungen in der Fachpraxis adressieren oder Wirkungen von Maßnahmen untersuchen.
Aktuelle Forschungsthemen der Arbeitsstelle
Aktuelle Meldungen
Kommende Vorträge der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention im Jahr 2026
Dr. Diana Willems stellt auf der diesjährigen Tagung der European Society of Criminology (Eurocrim) 2026 vom 09.–12. September 2026 in Warschau eine AID:A-Auswertung in Zusammenarbeit mit Dr. Bettina Grüne und Dr. Andreas Herz vor: „Associations with experiences of victimisation in adolescene: An analysis of bullying, cyberbullying und physical violence“.
Dr. Sabrina Hoops und Dr. Bettina Grüne werden im Rahmen der 3. Österreichischen Jugendforschungstagung vom 16.–18. September 2026 in St. Pölten zu folgendem Thema referieren: „Mitreden hinter verschlossenen Türen? Partizipationserfahrungen junger Menschen in freiheitsentziehender Unterbringung“.
Bernd Holthusen wird auf der 24. Tagung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Jugendfragen (IAGJ) vom 22.–25. September in Erfurt zu folgendem Thema vortragen: „Peer-Gewalt – Erscheinungsformen und Herausforderungen für Notwendigkeiten“.
Auf dem 33. Deutschen Jugendgerichtstag 2026 vom 24.–27. September in Kassel wird die Arbeitsstelle mit mehreren Vorträgen vertreten sein:
Dr. Sabrina Hoops und Dr. Bettina Grüne werden zu folgendem Thema vortragen: „Perspektiven junger Menschen in freiheitsentziehender Unterbringung – Ergebnisse einer Längsschnittstudie mit Adressat*innen“.
Bernd Holthusen referiert zum Thema „Die Bedeutung der frühzeitigen polizeilichen Information der Jugendhilfe (im Strafverfahren) vor der Beschuldigtenvernehmung (§ 70 Abs. 2 JGG)“. Zudem moderiert Bernd Holthusen den Vortrag von Florian Knauer mit dem Titel: „Kolonialstrafrecht – Zum Umgang mit jungen Menschen im deutschen Kolonialstrafrecht“.
„Zahlen – Daten – Fakten Jugendgewalt“ mit den Zahlen des Jahres 2025 neu erschienen
Die Broschüre enthält eine aktualisierte Zusammenstellung der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention zu Delinquenz junger Menschen im Allgemeinen sowie zur Entwicklung von Jugendgewalt und Viktimisierung junger Menschen durch Gewalt. Darüber hinaus werden mögliche (Weiter-)Entwicklungen delinquenzpräventiver Maßnahmen betrachtet.
Hier steht die Broschüre kostenlos zum Download zur Verfügung.
Factsheet Kinderdelinquenz mit den Zahlen des Jahres 2025 neu erschienen
Aktuell sind Gewalttaten von Kindern verstärkt in den Fokus der öffentlichen und politischen Aufmerksamkeit gerückt. Wie häufig begehen Kinder Straftaten? Welche Straftaten begehen sie? Welcher Trend lässt sich beobachten, wird es immer schlimmer? Was passiert, wenn Kinder delinquentes Verhalten zeigen, wer ist zuständig? Welche Möglichkeiten der Prävention gibt es? Das Factsheet Kinderdelinquenz (Stand: Mai 2026) greift die zentralen Fragen auf.
Zwei Aufsätze im Handbuch „Häuser der Jugendrechts“ erschienen
Bernd Holthusen beschäftigt sich in seinem Aufsatz mit der wenig beachteten Perspektive der jungen Menschen auf die Häuser des Jugendrechts (S. 101–120). Annemarie Schmoll und Thomas Trenczek beleuchten in ihrem Aufsatz, wie die Jugendhilfe im Strafverfahren im Rahmen von Jugendstrafverfahren in die Häuser des Jugendrechts eingebunden ist (S. 29–49).
Das Handbuch „Häuser des Jugendrechts“ steht kostenfrei zum Download zur Verfügung und kann auf der Webseite der DVJJ auch als Print-Exemplar bezogen werden.
Neuigkeiten der Arbeitsstelle aus dem Themenschwerpunkt Freiheitsentziehende Unterbringung
Im Mai dieses Jahres ist ein englischsprachiger Aufsatz von Bettina Grüne und Sabrina Hoops erschienen, der die Entwicklung der Jugendlichen während und nach der Freiheitsentziehenden Unterbringung betrachtet. Ausgangspunkt dafür sind die selbstdefinierten Ziele der Jugendlichen. Des Weiteren wird untersucht, welche Faktoren von den Jugendlichen als hinderlich oder förderlich eingeschätzt werden, um ihre Ziele zu erreichen. Hier können Sie die Studie (Open Access) kostenlos herunterladen.
Die Liste mit Platzzahlen in der Freiheitsentziehenden Unterbringung nach § 1631b BGB ist aktualisiert (Stand August 2026). Sie bietet eine bundesweite Übersicht über belegbare Plätze in der Freiheitsentziehenden Unterbringung und enthält zudem Informationen über das Gruppensetting (Jungen und/oder Mädchen) sowie das Aufnahmealter.
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