Die Fachgruppe nimmt jene Jugendlichen und ggf. ihre Eltern in den Blick, die von der Kinder- und Jugendhilfe erreicht oder von ihr als Zielgruppe definiert werden. Gegenstand der Fachgruppe sind zudem Konzepte, Arbeitsansätze, Verfahren, Instrumente der Kinder- und Jugendhilfe sowie das Passungsverhältnis zwischen diesen Angeboten und dem Hilfe- und Unterstützungsbedarf der Adressatinnen und Adressaten. Dabei gilt es, die Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen und deren Eltern mit der Kinder- und Jugendhilfe nicht nur isoliert, bezogen auf einzelne Angebote, zu untersuchen, sondern im Verlauf, d.h. unter Berücksichtigung der Abfolge von Hilfen und Interventionen. Für Hilfeverläufe ist nicht nur das Passungsverhältnis von Adressaten und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe von Bedeutung, sondern auch das Handeln anderer Institutionen, wie Schule, Gesundheitssystem, Arbeitsverwaltung, Polizei und Justiz sowie deren Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe. Diese, bislang in der Adressatenforschung kaum systematisch berücksichtigte, Kooperationsperspektive wird ebenfalls in der Fachgruppe verfolgt.
Ein langjähriges Projekt in diesem Themenbereich ist die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention, die seit 1997 die Entwicklung der Präventionslandschaft begleitet.

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