Kulturelle Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen und ist zugleich eine bedeutsame Voraussetzung für die autonome und kritische Teilhabe an der Gesellschaft. Durch die Beschäftigung mit dem künstlerisch kulturellen Geschehen und seinen Ausdrucksformen setzen sich Kinder und Jugendliche aktiv und spielerisch mit sich, ihrer Umwelt und der Gesellschaft auseinander. Darüber hinaus wird kultureller Bildung die Förderung von Kreativität-, Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit zugeschrieben, welche als sogenannte „soft Skills“ auch für die Arbeitswelt eine bedeutsame Rolle spielen. Kulturelle Bildung ist allerdings nicht für alle Kinder und Jugendlichen ein selbstverständlicher Teil ihres Aufwachsens. Jungen Menschen aus Familien bildungsferner Milieus, unterer Einkommensschichten oder solchen mit Zuwanderungshintergrund bleibt die Vermittlung kultureller Ausdrucksformen – wie z.B. ein Musikinstrument erlernen, Tanzen oder Theaterspielen – oftmals vorenthalten.

Das Projekt „Die Theatermacher“ des Theaterpädagogischen Zentrums Pirna e.V., das von der Drosos Stiftung gefördert wird, gibt jungen Menschen die Möglichkeit, sich kulturell zu betätigen. Durch das Deutsche Jugendinstitut werden die verschiedenen Angebote „der Theatermacher“ wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, Aufschluss auf die Wirkungsweise der Arbeit des Vereins zu erhalten und Hinweise für mögliche Optimierungsansätze zu ermitteln. Zudem soll transparent gemacht werden, welche Erfahrungen im Verein zur Dokumentation der von den Jugendlichen erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten vorliegen. Als empirischen Zugang findet ein Methodenmix aus quantitativen und qualitativen Zugängen Anwendung. Zum einen werden sowohl das theaterpädagogische Personal als auch ein Teil der jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in qualitativen Einzelinterviews und Gruppendiskussionen befragt. Um die (erworbenen) Kompetenzen auf Seiten der Jugendlichen sichtbar zu machen, soll darüber hinaus eine Fragebogenerhebung zu zwei Zeitpunkten durchgeführt werden.

Die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Begleitung werden regelmäßig an „die Theatermacher“ rückgemeldet. In komprimierter und verständlicher Form sollen die Ergebnisse zudem in einer Broschüre veröffentlicht werden.

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