Im Forschungsprojekt wird der Blick auf die Ausbildungschancen von jungen Frauen und Männern mit Hauptschulabschluss in den Berufsfeldern Altenpflege und Erziehung gerichtet. Ausgangspunkt ist auf der einen Seite der in beiden Berufsfeldern konstatierte bzw. prognostizierte Fachkräftebedarf. Auf der anderen Seite bleibt ein großer Teil der Jugendlichen mit Hauptschulabschluss ohne Ausbildung bzw. sieht sich erheblichen Hürden beim Zugang zum Ausbildungsmarkt gegenüber. Eine Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/in bzw. zum/zur Kinderpflegerin an Berufsfachschulen für Altenpflege, Kinderpflege und – in einigen Bundesländern – Sozialassistenz mit der Zugangsvoraussetzung „Hauptschulabschluss“ bietet eine besondere Perspektive für sozial- und bildungsbenachteiligte Jugendliche: Als Zwischenschritt eröffnet sie den Jugendlichen den Zugang zur vollqualifizierenden Fachkraftausbildung des/der Altenpfleger/in bzw. des/der Erzieher/in.

Vor diesem Hintergrund fokussiert das Projekt auf die Fragestellung, wie es gelingen kann, junge Menschen mit Hauptschulabschluss über ihre Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/in bzw. zum/zur Kinderpflegerin für eine Fachkraftausbildung (Altenpfleger/in und Erzieherin) zu gewinnen. Untersucht wird, wie diese Zielgruppe unterstützt werden kann, um ihre Ausbildungen als Kinderpfleger/innen und Altenpflegehelfer/innen erfolgreich abzuschließen und sich zur Fachkraft im Bereich Erziehung und Pflege weiter zu qualifizieren. Es lenkt den Blick von Politik, Praxis und Wissenschaft auf Ausbildungspotenziale sozial- und bildungsbenachteiligter Jugendlicher und auf deren Bedeutung im Diskurs um einen Fachkräftemangel in den Berufsfeldern Erziehung und Altenpflege.


Kontakt

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Deutsches Jugendinstitut Außenstelle Halle
Franckeplatz 1
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