Erhebungen zur Zeitverwendung zählen mittlerweile – zumindest in den Mitgliedsländern der OECD – zu den wichtigsten Basisstatistiken über die Lebens –und Arbeitsbedingungen der Bevölkerung. In vielen Staaten sind sie Bestandteil des Programms der amtlichen Statistik. Das Statistische Bundesamt führte im Auftrag des BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) im April 2001 bis März 2002 zum zweiten Mal eine Studie zur Zeitverwendung der Bevölkerung durch.
Das Erhebungsdesign wurde soweit wie möglich den Empfehlungen EUROSTAT (Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften) zur Harmonisierung von Zeitbudgeterhebungen angepasst. Der europäische Vergleich wie auch der Vergleich mit der ersten deutschen Zeitbudget-Erhebung 1991/92 öffnet ein weites Feld möglicher Analysen. Über 5000 Haushalte und rund 10000 Personen (10 Jahre und älter) sind befragt worden. Erhoben werden von jeder Person die ausgeführten Tätigkeiten, deren Abfolge, Dauer und Ort sowie die teilnehmenden Personen eines gesamten Tages. Ergänzt wird dies um die Erfassung von Merkmalen, die die Zeitverwendungsmuster von Haushalten und Personen beeinflussen bzw. den sozialen und räumlichen Kontext von Aktivitäten abbilden.
Mit diesen Daten arbeiteten drei Arbeitsgruppen am DJI bzw. im Forschungsverbund DJI und Universität Dortmund, eine befasste sich mit der Zeitverwendung von Mädchen und Jungen (Cornelißen, Blanke) eine mit der Arbeitsteilung von Paaren (Gille, Marbach) und eine mit informellen Settings der Kinderbetreuung (Schilling, Fendrich).

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