Neben dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital ist der freie Verkehr von Personen eine der „vier Freiheiten“ der Europäischen Union. EU-Bürger haben das Recht einer freien Wahl von Wohn- und Arbeitsort innerhalb der Mitgliedsländer. Angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa wird Arbeitsmigration von jungen Erwachsenen aktuell intensiv und kontrovers diskutiert. Das europäische Forschungsprojekt  MOVE möchte auf der Basis von Forschungsergebnissen einen Beitrag dazu leisten, die Bedingungen von Mobilität junger Menschen innerhalb Europas zu verbessern sowie negative Folgen zu verhindern.

Die Hauptfrage ist dabei: Wie kann Mobilität zur sozioökonomischen sowie persönlichen Entwicklung junger Menschen beitragen und welche Faktoren befördern beziehungsweise behindern eine solche gewinnbringende Mobilität?

In einem mehrstufigen Forschungsdesign ist eine umfassende und systematische Analyse des Phänomens  „Arbeitsmobilität junger Menschen in Europa“ angedacht. Unter anderem werden quantitative Sekundärdatenanalysen relevanter nationaler und europäischer Mobilitätsdaten, qualitative Fallstudien zu verschiedenen Mobilitätsformen sowie ein Onlinesurvey durchgeführt.

Die Erkenntnisse werden unter anderem in Form eines Scientific Use File und eines integrierten Forschungsberichts vorliegen und auf einer interdisziplinären Abschlusstagung diskutiert.  Außerdem ist die Präsentation von Befunden auf einschlägigen Tagungen und in peer reviewten Zeitschriften geplant. Informationen zum Stand des Projektes und zu Ergebnissen werden regelmäßig auf der offiziellen Projektwebseite veröffentlicht: http://www.move-project.eu/  

Das Projekt wird im Rahmen des Horizon 2020 Programms im Call „The young generation in an innovative, inclusive and sustainable Europe“ von der Europäischen Union gefördert. Dem Konsortium gehören Wissenschaftler von neun Organisationen aus sechs Ländern an: Luxemburg, Deutschland, Ungarn, Norwegen, Rumänien und Spanien. Sie werden auf nationaler Ebene durch Expert Committees und auf Projektebene durch ein akademisches und ein politisches Advisory Board unterstützt. Die in diese Gremien involvierten Expertinnen und Experten leisten inhaltliche Beratung, erschließen Zugänge zum Forschungsfeld und zu Datensätzen und tragen zur Verbreitung und Diskussion der Ergebnisse bei.

News

MOVE Online-Umfrage: Deutsche Jugendliche sind mobil und sammeln Erfahrung. http://www.dji.de/medien-und-kommunikation/news/news/article/deutsche-jugendliche-sind-mobil-und-sammeln-auslandserfahrung.html

Dr. Valentina Cuzzocrea: Italienische Gastwissenschaftlerin am DJI in Halle http://www.dji.de/medien-und-kommunikation/news/news/article/italienische-gastwissenschaftlerin-am-dji-in-halle.html

DJI-MOVE-Team beim Forschungspartnertreffen der „Zugangsstudie“ in Bonn (14.12.2016)

Zweites MOVE Expertentreffen in Berlin (14.11.2016)

DJI mit EU-Projekt MOVE auf der EARA-Conference 2016 in Cadiz (20.09.2016)

Erstes MOVE Progress Meeting in Hildesheim (31.05.2016)

Erstes MOVE Expertentreffen in Berlin (10.02.2016)

 

Dieses Projekt erhält Forderung vom Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 unter dem Förderkennzeichen Nr. 649263.

Kontakt

+49 345 68178-16
Deutsches Jugendinstitut Außenstelle Halle
Franckeplatz 1
Haus 12/13 06110 Halle

Mehr zum Projekt