Die "Forschungsgruppe "Migration, Integration und interethnisches Zusammenleben i.G." und die Abteilung "Kinder und Kinderbetreuung" führen ein gemeinsames Projekt zur Kindheits- und Migrationsforschung durch.

Im Mittelpunkt der Studie steht die Praxis der internationalen Kinderbegegnungen und der Erwerb bzw. die Vermittlung interkultureller Kompetenz bei sogenannten Übergangskids. Hierbei handelt es sich um Kinder, die sich nicht mehr im Kindergartenalter befinden, aber als junge Schülerinnen und Schüler auch noch nicht zur Kerngruppe der Jugendlichen gehören und zwischen 8 und 12 Jahre alt sind.
Zunächst wird eine detaillierte Bestandsaufnahme mit dem Ziel durchgeführt, alle in der Bundesrepublik Deutschland vorhandenen Projektträger zu erfassen, die internationale Kinderbegegnungen für Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren durchführen.
Im Anschluss an diese Erhebung findet bei ausgewählten Projektträgern eine detaillierte Recherche statt, um den Stellenwert, der Vermittlung interkultureller Kompetenz in diesen Angeboten, zu untersuchen. Neben einer Dokumentenanalyse der bestehenden Konzepte und Programmformate werden qualitative Interviews mit Programmverantwortlichen und –durchführenden realisiert.
Ziele der Untersuchung sind: Ein systematischer Überblick über bestehende Angebote und die jeweilige spezifische Ausrichtung sowie erste Erkenntnisse über Faktoren und Einflüsse, die zur gelingenden Vermittlung interkultureller Kompetenz beitragen oder diese erschweren. In einem abschließenden Fachkräfte-Workshop werden die Ergebnisse den Projektträgern präsentiert und zur Diskussion gestellt.
Die Studie wird im Rahmen der Trainingsseminare „Internationale Begegnungen“ von transfer e. V. und IJAB Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. begleitet und wurde im Rahmen des Forscher-Praktiker Dialogs initiiert.
Das Projekt wird durch das BMFSFJ gefördert.