Das Deutsche Jugendinstitut führt in Kooperation mit dem Institut für angewandte Familien-, Jugend- und Kindheitsforschung an der Universität Potsdam (IFK) sowie der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) ein Forschungsprojekt zum Kinderschutz bei hochstrittiger Elternschaft durch. Hoch eskalierte Elternkonflikte bei Trennung und Scheidung sind in Deutschland, wie auch in anderen Ländern, von anhaltender Aktualität und zunehmend ein Thema in der Fachdiskussion. Für die familien-, kinder- und jugendpolitische Zielsetzung, allen Kindern und Jugendlichen gleiche Chancen zu geben, sie zu stärken und zu schützen und ihnen gesellschaftliche Beteiligung zu ermöglichen, stellt hochstrittige Elternschaft einen hohen Risikofaktor dar. Deshalb wird nach wirksamen Interventionsansätzen an der Schnittstelle zwischen Familiengerichtsbarkeit und Jugendhilfe gesucht.

Mit der Entwicklung und Evaluation zielgruppenspezifischer Diagnosetools und Unterstützungsprogramme möchte das Kooperationsprojekt dazu beitragen, die intrafamilialen Folgen eskalierter Elternkonflikte insbesondere im Hinblick auf den Schutz der betroffenen Kinder zu minimieren sowie die hohen personellen und finanziellen Belastungen der an hoch strittigen Kindschaftsrechtsverfahren beteiligten Institutionen zu vermindern und deren Arbeit effektiver zu machen. Damit wird erstmalig in Deutschland eine wissenschaftliche Begleitung und vergleichende Bewertung der unterschiedlich weit entwickelten Interventionsansätze geleistet.


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