Zielstellung des Projekts ist es, biographische Entwicklungsverläufe Jugendlicher im Hinblick auf die Nutzung von Chancen und die Bewältigung von Risiken im Kontext der Auswirkungen des gesellschaftlichen Umbruchs auf die Lebenslagen Heranwachsender in einer großstädtischen und einer ländlichen Region im Osten Deutschlands zu analysieren. Im Zentrum der Betrachtung steht die Bewältigung wesentlicher Entwicklungsaufgaben des Jugendalters - wie Bewährung in Ausbildung und Beruf, Ablösung vom Elternhaus, Erwerb eines Wertesystems, Aufbau neuer Beziehungen zu Gleichaltrigen und einer Partnerschaft mit Aufnahme intimer Beziehungen. Diesbezügliche Bewältigungsprobleme können mit riskanten Verhaltensweisen verbunden sein. Schwerpunkte der Untersuchung sind daher u.a. folgende Verhaltensbereiche: Abweichendes Verhalten (verschiedene Normverstöße bis Gewaltanwendung und Tendenzen zum Radikalismus), Hinwendung zu Sekten und Psychokulten, Missbrauch und Suchtgefährdung in Bezug auf Tabak, Alkohol, Medikamente, illegale Drogen und Glücksspiel, Suizidtendenzen sowie riskantes Sexualverhalten. Vor dem Hintergrund allgemeiner gesellschaftlicher Bedingungen werden insbesondere das Unterstützungspotenzial der sozialen Umwelt und die individuellen Bewältigungsressourcen in die Analyse einbezogen.
Dabei werden die speziellen Lebensbedingungen im Elternhaus, in der Schule und im Freizeitbereich sowie Persönlichkeitsmerkmale (Kompetenzen, Selbstvertrauen, Wertorientierungen, Lebensziele) der Jugendlichen insgesamt gekennzeichnet, für die Gruppe der gefährdeten Jugendlichen gesondert analysiert und die Entwicklung von Problemverhalten im Kontext veränderter Lebensbedingungen im Längsschnitt verfolgt.


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Deutsches Jugendinstitut Außenstelle Halle
Franckeplatz 1
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