Das Projekt "Evaluation des Pilotprojektes Ambulante Intensive Begleitung"(AIB) hat die längerfristigen Wirkungen von AIB auf Jugendliche, die diese Maßnahme abgeschlossen haben, untersucht.
Die AIB ist zu verstehen als ein innovativer Jugendhilfe-Ansatz, der auffälligen, weitgehend entwurzelten Jugendlichen in Krisensituationen gerecht werden will. Ziel von AIB ist es, auf der Basis einer auf zwölf Wochen befristeten, individuell abgestimmten Begleitung ein stabilisierendes soziales Umfeld der Jugendlichen zu (re-)aktivieren.



Im Mittelpunkt der Evaluationsstudie, die als qualitative Follow-up-Studie angelegt war, standen die längerfristigen Auswirkungen von AIB auf die betroffenen Adressatinnen und Adressaten und ihre Lebensumstände. Die Entwicklung der Jugendlichen wurde über den Zeitraum von eineinhalb Jahren nach Beendigung der AIB-Maßnahme dokumentiert. Exemplarisch wurden die längerfristigen institutionellen Rahmenbedingungen und die Wirksamkeit der individuellen und institutionellen Netzwerke in den Blick genommen. Das Konzept der Ambulanten Intensiven Begleitung wurde in den Niederlanden entwickelt und wurde von 1999 bis 2002 im Rahmen eines vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Modellprojektes vom Institut für soziale Praxis des Rauhen Hauses in Hamburg (ISP) an fünf Standorten - Dortmund, Landkreis Harburg, Leipzig, Magdeburg und Nürnberg - erprobt, weiterentwickelt und an die Bedingungen der Jugendhilfe in der Bundesrepublik angepasst.


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