Mit der Etablierung der bayerischen Kinderschutzambulanz wird der Versuch unternommen, Ärztinnen und Ärzte sowie Jugendämter landesweit bei der Einschätzung von Verletzungen, die auf körperliche oder sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hinweisen, kompetent zu beraten. Die Kinderschutzambulanz soll bei Unsicherheiten im Umgang mit möglichen Kindeswohlgefährdungen und der Frage der Einbindung des Jugendamtes Hilfestellung geben. Sie versucht somit eine Lücke zwischen Jugendhilfe und medizinischer Diagnostik zu schließen.

Aufgabe des Projekts ist es, das Betätigungsfeld der bayerischen Kinderschutzambulanz in den Blick zu nehmen und deren Nutzen systematisch zu untersuchen. Ziel ist eine umfassende Betrachtung, die den Fragen nachgeht, ob die zentrale Beratungsstruktur der Komplexität der Anfragen der verschiedenen Professionen gerecht wird und ob es der Kinderschutzambulanz gelingt, das Zusammenwirken zwischen dem Gesundheitswesen und der Kinder- und Jugendhilfe bei Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung zu verbessern. Die empirischen Befunde sollen dabei Hinweise auf eine Weiterentwicklung von Strukturen, Angeboten und Dienstleistungen der Kinderschutzambulanz geben.

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