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News
29.11.2016

DJI-Jahrestagung am 29./30.November 2016 im Hotel Aquino in Berlin: Ganz ähnlich – ganz anders: Teilhabechancen und -barrieren im Einwanderungsland Deutschland

So lautet der Titel der diesjährigen Jahrestagung des Deutschen Jugendinstituts, die das Thema Migration und Flucht von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in den Mittelpunkt stellt. Die Tagung behandelt in insgesamt acht Foren unterschiedliche Aspekte wie beispielsweise die „Potenziale der Familie als Integrationsort“; „Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund“; „den Umgang mit Migration in Schule und Ausbildung“ oder den „Integrationsort Kita: Betreuungsbedarfe und Betreuungsrealitäten“. Den Abschlussvortrag hält Prof. Dr. Ludger Wößmann, Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik, der gleichzeitig an der Ludwig-Maximilians-Universität München lehrt.

News
27.06.2016

TUM und Deutsches Jugendinstitut schließen Kooperationsvereinbarung – Neue gemeinsame Professur für empirische Jugendforschung

Die Technische Universität München (TUM) und das Deutsche Jugendinstitut (DJI) sind eine Partnerschaft eingegangen. Im Zentrum steht die neu geschaffene Professur für Empirische Sozialforschung im Kindes- und Jugendalter. Durch die in einer Kooperationsvereinbarung besiegelte Partnerschaft verstärkt die TUM ihr Engagement in den Sozial- und Politikwissenschaften. Für das DJI bietet die Kooperation die Möglichkeit, die eigene empirische Forschung gemeinsam mit der TUM auszubauen. In Zukunft übernimmt der neue Inhaber oder die neue Inhaberin der TUM-Professur für Empirische Sozialforschung im Kindes- und Jugendalter die Leitung des DJI-Zentrums für Dauerbeobachtung und Methoden. Dort ist u.a. der Survey „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten – AID:A“ angesiedelt, bei dem seit 2009 alle vier Jahre rund 30.000 Menschen befragt werden.
Pressemitteilung

News
27.06.2016

ICEC übernimmt deutschen Teil der OECD-Fachkräftebefragung „Starting Strong Survey“

Die OECD plant eine internationale Befragung von frühpädagogischen Fachkräften. Mit der Durchführung und Erhebung in Deutschland wurde das Internationale Zentrum Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (ICEC) am Deutschen Jugendinstitut (DJI) beauftragt. Befragt werden Fachkräfte, die mit 3- bis 6-jährigen Kindern arbeiten (Hauptstudie). In Deutschland wird die Studie erweitert um Personal, das mit der Altersgruppe der bis zu Dreijährigen arbeitet (Ergänzungsstudie). Erhoben werden Informationen zur Personalorganisation und -zusammensetzung, zur Aus- und Weiterbildung, zur beruflichen Praxis sowie zu Arbeitsbedingungen und -zufriedenheit von Fachkräften im frühkindlichen Bereich. Neben Deutschland beteiligen sich 12 weitere Länder innerhalb und außerhalb des OECD-Raums an der Hauptstudie sowie drei weitere OECD-Länder an der Ergänzungsstudie. Die Feldphase wird 2017 durchgeführt (mit Fachkräften und Leitungen in 30 Einrichtungen). Die Haupterhebung ist für 2018 geplant; erste Ergebnisse werden 2019 vorliegen. Beim ersten Treffen der National Project Manager in München wurden die Fragebögen vorgestellt und diskutiert. Um die Einbindung von Fachpolitik und Fachpraxis zu gewährleisten, wurde ein Beirat mit Vertreterinnen und Vertreterin aus Wissenschaft, Bund, Ländern und Kommunen sowie Gewerkschaften und Trägerverbänden einberufen, der die Studie fachlich begleitet. Eine erste Beiratssitzung findet am 11. Juli im Familienministerium in Berlin statt.

Weitere Informationen

23.06.2016

Elisabeth Helming – eine aufmerksame Streiterin für die Schwachen nimmt Abschied vom DJI

Nach einem Vierteljahrhundert am DJI wechselt Elisabeth Helming Ende Juni in den Ruhestand. Damit verliert das Haus eine engagierte Wissenschaftlerin, die sich durch besonderen Respekt gegenüber den Menschen auszeichnete, deren Lebenslagen sie erforschte. Die gebürtige Ostfriesin kam mit 19 Jahren zum Studium der Soziologie nach München – und ist geblieben. Ihr Studium schloss sie mit einer Diplomarbeit über die „Bürgerliche Frauenbewegung in Deutschland“ ab. Schon früh waren es die Benachteiligten und besonders Belasteten, die ins Zentrum ihres Forschungsinteresses rückten. Eines ihrer Projekte untersuchte in den 1980er Jahren die Lage alleinerziehender, berufstätiger Mütter. Auf der Basis eines Konzepts, das sie Anfang der 1990er Jahre für eine Gesundheitsberatung ausländischer Frauen entwickelte, entstand die Beratungsstelle Donna Mobile in München. 1991 kam sie an das DJI und arbeitete zum Thema der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH). Konstruktiv-nachhaltige Hilfe für Familien in gravierenden Unterversorgungslagen und der Schutz des Kindeswohls, insbesondere in Pflegefamilien, waren zentrale Forschungsthemen und sind es bis heute geblieben, ebenso wie ihr Fragen der Geschlechtergerechtigkeit am Herzen lagen. Aus ihrer entwicklungsorientierten Praxisforschung sind zahlreiche Standardwerke für die Soziale Arbeit entstanden. So ist Elisabeth Helming Mitautorin des Handbuchs „Sozialpädagogische Familienhilfe“ und Mitherausgeberin des 500-seitigen Handbuchs zur „Pflegekinderhilfe in Deutschland“. Familien in Risikolagen ebenso wie Betroffene sexuellen Missbrauchs profitierten in den Interviews gleichermaßen davon, dass die Wissenschaftlerin auch eine „ausgebildete“ gute Zuhörerin war – durch eine jahrelange Fortbildung in Eleutheropädie bei Daniel Le Bon in Brüssel.

Letzte Änderung: 12.02.2016 19:12 Uhr