Ausgangssituation

Regelmäßig gelangen von Jugendlichen unter Alkoholeinfluss begangene (Gewalt‑)Straftaten in die Schlagzeilen und in der Folge auf die politische Agenda. Forderungen nach sicherheitspolitischen sowie gesundheitspräventiven Maßnahmen stehen dabei meist im Vordergrund. Auch die Kinder- und Jugendhilfe weiß um die Problematik dieser häufig zusammen auftretenden Verhaltensweisen und ihre sich teilweise verstärkenden Wechselwirkungen. Dabei ist klar: Der Alltagskonsum von Suchtmitteln ist heute bei vielen Jugendlichen bzw. Jugendgruppen eine „ungefragte Selbstverständlichkeit“, die präventive Bemühungen vor ungelöste Aufgaben stellt. Mitunter führt der Alkoholkonsum und unkontrolliertes Handeln für die Jugendlichen zu gravierenden Begleiterscheinungen und Folgen. Obwohl die gleichen Faktoren sowohl für Gewalthandeln als auch für einen problematischen Alkoholkonsum verantwortlich sein können, wird in der Praxis häufig der Fokus nur auf eines der beiden Phänomene gerichtet unter Vernachlässigung des anderen. In nicht wenigen Präventionsansätzen stellt sogar das eine Verhalten ein Ausschlusskriterium für die B