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Wie beeinflusst die zunehmend digital geprägte Lebenswelt das Wohlbefinden und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen? Dieser Frage widmet sich WODY. Ziel der Studie ist es, ein umfassendes Verständnis der Determinanten kindlichen Wohlbefindens zu gewinnen und die langfristigen Auswirkungen der Digitalisierung auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu untersuchen.

WODY berücksichtigt dabei die vielfältigen Lebensbereiche, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen – von Familie, Schule und Freizeit über soziale Beziehungen bis hin zu ihrem weiteren sozialen und räumlichen Umfeld. Die interdisziplinär angelegte Studie verbindet Perspektiven aus Psychologie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaft und Bildungswissenschaft.

Im Rahmen von WODY werden zwei Geburtskohorten über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren begleitet: eine Kohorte von achtjährigen Schulkindern ab 2028 sowie eine Kohorte von Neugeborenen ab 2031. Die quantitative Panelstudie umfasst standardisierte Befragungen von Kindern und Eltern im Abstand von drei Jahren. Mit innovativen Verfahren wie Experience Sampling und Datenspenden über Smartphones sind ergänzed im Abstand von 18 Monaten detaillierte Einblicke in den Alltag, die Mediennutzung und das Wohlbefinden der Befragten möglich. Darüber hinaus ist die Verknüpfung mit bestehenden Datenquellen, etwa administrativen Daten und Geodaten, geplant.

WODY ist der deutsche Beitrag zur Verbundstudie GUIDE, der ersten europaweit vergleichenden Geburtskohortenstudie zum Wohlbefinden von Kindern. Weitere GUIDE-Partner sind das University College Dublin (Irland), die Manchester Metropolitan University (Großbritannien), das Institut National D'Etudes Demographiques (Frankreich), die Universita di Bologna (Italien), das Institut Drustvenih Znanosti Ivo Pilar (Kroatien), die Helsingin Yliopisto (Finnland), die Glasgow Caledonian University (Großbritannien), das University College London (Großbritannien) und die Universidad Pompeu Fabra (Spanien). Durch die langfristige und mehrdimensionale Erfassung der Lebensbedingungen, Mediennutzung und des Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen schafft WODY gemeinsam mit GUIDE eine einzigartige Datenbasis, um Entwicklungsverläufe, soziale Ungleichheiten und die Bedeutung digitaler Lebenswelten für das Aufwachsen zu untersuchen.

WODY wird im deutschen Konsortium gemeinsam vom Deutschen Jugendinstitut (DJI), dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg durchgeführt. Die wissenschaftliche Projektleitung liegt bei Dr. Sabine Düval (DJI), Prof. Dr. Michael Feldhaus (Universtität Oldenburg), Dr. Mathias Huebener (BiB), Prof. Dr. Susanne Kuger (DJI), Prof. Dr. C. Katharina Spieß (BiB) und Prof. Dr. Sabine Walper (DJI). Auf europäischer Ebene wird die Verbundstudie GUIDE von Seaneen Sloan (University College Dublin) und Gary Pollock (University of Manchester) geleitet.