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Herzlichen Dank!

Wir danken allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen ganz herzlich für die Teilnahme an der Studie „Coming-out – und dann…?!“! Jeder einzelne Fragebogen und jede berichtete Erfahrung waren sehr wichtig!

Außerdem möchten wir uns nochmal ganz herzlich bei allen Unterstützer_innen bedanken, die z.B. den Link zur Onlinebefragung verbreitet haben oder bei der Suche nach Räumen für die Interviews behilflich waren. Mit Ihrer/eurer Unterstützung konnten wir über 5.000 Jugendliche und junge Erwachsene erreichen.

Die ersten, zentralen Ergebnisse sind nun online.

Hier geht es zur nicht-barrierefreien pdf-Version der Broschüre "Coming-out – und dann…?!".

Hier geht es zur barrierefreien pdf-Version der Broschüre "Coming-out – und dann…?!".

Wenn Sie/ihr gedruckte Exemplare der Broschüre benötigt, können diese gerne hier per E-Mail kostenfrei angefordert werden (coming-out@dji.de).

Weiterführende und vertiefte Ergebnisse werden wir 2016 in einer Buchpublikation veröffentlichen.

Pressemitteilung des DJI

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse

An dem bundesweiten Forschungsprojekt „Coming-out – und dann…?!“ nahmen über 5.000 lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Jugendliche und junge Erwachsene (LSBT*) im Alter zwischen 14 und 27 Jahren teil. In einer quantitativen Online-Befragung sowie 40 qualitativen Interviews berichteten die LSBT* Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausführlich von ihrer Lebenssituation.

Für Jugendliche und junge Erwachsene, deren sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität nicht der heterosexuellen Zwei-Geschlechter-Norm entspricht, hat die mitunter mehrere Jahre dauernde Zeit ihres Coming-outs einen ambivalenten Charakter. Einerseits ist sie ein wichtiger Schritt der Autonomie- und Identitätsentwicklung, andererseits vielfach mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden. Den Prozess der inneren Bewusstwerdung (inneres Coming-out) erleben LSBT* Jugendliche und junge Erwachsene häufig als kompliziert und belastend: Viele versuchen aus Sorge vor unangenehmen Reaktionen der sozialen Umwelt über einen längeren Zeitraum ihre „wahren Gefühle“ zu unterdrücken. Im Kontext eines möglichen Öffentlich-Machens ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität (äußeres Coming-out) erfahren sie Unterstützung, aber auch Restriktionen. Insgesamt haben acht von zehn befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität Diskriminierung erfahren. Sie sind zu einem großen Teil in der Lage, solche negativen Erfahrungen konstruktiv zu verarbeiten. Unterstützung durch Freund_innen, Familienmitglieder oder Freizeit- und Beratungsangebote für LSBT* Jugendliche und junge Erwachsene stellen dabei eine wichtige Ressource zur Bewältigung dar. Die Vielfalt der sexuellen und geschlechtlichen Zugehörigkeiten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die an dieser Studie teilgenommen haben, macht deutlich, wie wichtig eine diversitätssensible Perspektive auf jugendliche Lebenswelten für Politik, Fachpraxis und (Sozial-) Wissenschaften ist, wenn ihre jeweiligen Bestrebungen für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen gelten sollen.

Wortwolke aus über 650 Kommentaren von Teilnehmer_innen der Online-Befragung:

 ©  DJI - Deutsches Jugendinstitut - tagxedo.com (CC BY-NC-SA 3.0)

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Coming-out - und dann ...?!
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Letzte Änderung: 16.02.2016 11:54 Uhr