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Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention wurde 1997 gegründet und bietet Fachpraxis, Politik, Medien und Forschung wissenschaftsbasierte Informationen. 

Zentrale Aufgabe ist das Monitoring und die Bewertung von aktuellen Entwicklungen im Bereich der Delinquenz und Viktimisierung von jungen Menschen sowie von Konzepten der Kriminalitätsprävention der Kinder und Jugendhilfe, Schule, Polizei und Justiz. Dazu stellt die Arbeitsstelle Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien und Statistiken zusammen und ordnet diese in die Diskurse von Fachpraxis und Politik ein. Sie führt darüber hinaus eigene wissenschaftliche Erhebungen durch, die zum Beispiel Herausforderungen in der Fachpraxis adressieren oder Wirkungen von Maßnahmen untersuchen.

Aktuelle Forschungsthemen der Arbeitsstelle

Aktuelle Meldungen

Factsheet Kinderdelinquenz mit den Zahlen des Jahres 2025 neu erschienen

Aktuell sind Gewalttaten von Kindern verstärkt in den Fokus der öffentlichen und politischen Aufmerksamkeit gerückt. Wie häufig begehen Kinder Straftaten? Welche Straftaten begehen sie? Welcher Trend lässt sich beobachten, wird es immer schlimmer? Was passiert, wenn Kinder delinquentes Verhalten zeigen, wer ist zuständig? Welche Möglichkeiten der Prävention gibt es? Das Factsheet Kinderdelinquenz (Stand: Mai 2026) greift die zentralen Fragen auf.


Publikation zu ambulanten sozialpädagogischen Angeboten für junge Straffällige erschienen!

Ambulante sozialpädagogische Angebote für junge Straffällige (ASA) tragen maßgeblich zum Gelingen eines erfolgreichen Jugendstrafverfahrens bei. Dennoch liegt bislang nur wenig empirisches Wissen über dieses Arbeitsfeld der Jugendhilfe vor. Deshalb wurde von der Universität Kassel in Kooperation mit dem DJI die „Piloterhebung zum Thema Ambulante Sozialpädagogische Angebote für junge Straffällige“ (ASA-Pilotstudie) finanziert durch das BMBFSFJ durchgeführt. Die Ergebnisse der ASA-Pilotstudie wurden nun als Buch veröffentlicht, von dem auch ein kostenloser Download zu Verfügung steht.


Online-Veranstaltung der Arbeitsstelle im Juni: Gewalt im Kindes- und Jugendalter

Die Arbeitsstelle lädt Sie herzlich ein zu einer Veranstaltung zum Thema „Gewalt im Kindes- und Jugendalter: Empirische Befunde, kriminalpolitische Diskurse und Herausforderungen für die Prävention“ am 11. Juni 2026 von 11 bis 12 Uhr. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im DJI-Veranstaltungskalender. Wir freuen uns, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen! 


Aufsatz zu Viktimisierung durch Peergewalt bei jungen Menschen erschienen

Bettina Grüne, Annemarie Schmoll und Diana Willems von der Arbeitsstelle haben einen Aufsatz verfasst, der sich mit Viktimisierungen durch Peers beschäftigt: Der Artikel bietet einen Überblick über die Häufigkeit bestimmter Formen der Peergewalt, wobei diejenigen jungen Menschen im Fokus stehen, die direkt von Peergewalt betroffen sind. Dabei wird ebenso betrachtet, ob und wie die jungen Menschen ihre Viktimisierungserfahrungen offenlegen und ob sie Hilfe in Anspruch nehmen. Der Aufsatz ist im „Handbuch Viktimologie“ erschienen, herausgegeben von Gina Wollinger und Ulrike Zähringer.


Aktuelles Thema zu Digitalen Angeboten der Gewaltprävention

Für junge Menschen ist das Nutzen digitaler Medien mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil ihres alltäglichen Lebens geworden. Damit verbunden sind Chancen, aber auch Risiken für die jungen Menschen. Sina Schreiber, Praktikantin in der Arbeitsstelle vom 02. März bis 10. April, hat sich vor diesem Hintergrund damit beschäftigt, wie die Präventionsarbeit auf die zunehmende Digitalisierung reagiert und wie digitale Angebote der Gewaltprävention in der Präventionslandschaft verortet sind. Zentrale Ergebnisse ihrer Recherche finden sich im Interview, das Sabrina Hoops von der Arbeitsstelle mit Sina Schreiber geführt hat. 


Neuigkeiten der Arbeitsstelle aus dem Themenschwerpunkt Freiheitsentziehende Unterbringung

Mit der fünften Befragungswelle konnten wir im August 2025 die Erhebungsphase unserer Längsschnittstudie zur Freiheitsentziehenden Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe abschließen. Die aktuelle Erhebung lief seit dem Frühjahr dieses Jahres, insgesamt haben sich 12 Jugendliche beteiligt. Bereits im Sommer 2022 startete die erste Welle mit 18 jungen Menschen. Hervorzuheben ist die erfreulich hohe Teilnahmestabilität. Ein großer Teil der Jugendlichen hat über alle fünf Erhebungszeitpunkten an den Interviews teilgenommen – ein zentraler Aspekt für die Qualität der Ergebnisse.

Mit dem Abschluss der Erhebungsphase setzen wir nun die bereits begonnen Datenauswertungen fort und bereiten die Dissemination der Ergebnisse vor. 

Vor kurzem ist ein Aufsatz von Bettina Grüne und Sabrina Hoops erschienen, der aufzeigt, wie sich die Belegungspraxis in Einrichtungen der Freiheitsentziehenden Unterbringung entwickelt. Der Aufsatz wurde in Heft 1/2026 der Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ) veröffentlicht.