Publikationen

Wider die Ratlosigkeit im Umgang mit Kinderdelinquenz


Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention (Hrsg.) (2000):
Wider die Ratlosigkeit im Umgang mit Kinderdelinquenz. Präventive Ansätze und Konzepte.
München Deutsches Jugendinstitut
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Wenn Kinder in der Öffentlichkeit als Täter auffallen und in mehr oder weniger spektakuläre Ereignisse verwickelt sind, wird schnell nach Strafen und Wegsperren gerufen. Pädagogische Hilfen werden kaum zur Kenntnis genommen und geraten rasch in die Defensive. Die institutionell zuständige Kinder- und Jugendhilfe handelt aus der Sicht von Öffentlichkeit und Medien nicht rigide genug, oft werden ihre Aktivitäten auch gar nicht zur Kenntnis genommen. Auch wird häufig verdrängt, daß Kinder schon immer Grenzen ausgetestet haben und Abenteuer erleben wollten, dass sie Anerkennung bei Gleichaltrigen suchten.

Tatsächlich hat sich - man könnte sagen: weitgehend unter dem Ausschluß der Öffentlichkeit - eine Vielfalt von pädagogischen Ansätzen entwickelt, die angemessen und fachlich qualifiziert auf die Delinquenz von Kindern reagieren. Dies geschieht leider immer noch weitgehend unkoordiniert und "wildwüchsig", aber gleichwohl engagiert und effektiv.

Im vorliegenden Band werden - ohne dass Vollständigkeit angestrebt wird - 16 anregende und kompetente pädagogische Ansätze aus unterschiedlichen Bereichen (z.B. Kindergarten, Schule, Sport) und für unterschiedliche Zielgruppen (z.B. gefährdete, delinquente und "normale" Kinder) vorgestellt. Die Ansätze sind teilweise über lange Zeit erprobt und haben sich bewährt (z.B. soziale Gruppenarbeit oder aufsuchende Arbeit), einige gehen auch unkonventionelle Wege (z.B. Hilfen für bosnische Roma-Kinder oder die "Ambulante Intensive Begleitung").

Der Band macht deutlich: die Kinder- und Jugendhilfe bietet eine vielseitige und qualitativ ausgewiesene Praxis im Umgang mit delinquenten Kindern. Diese gilt es klarer zu machen und fortzuentwickeln.


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