Publikationen

Mobilität von Jugendlichen

Hunecke, Marcel/Tully, Claus J./Bäumer, Doris (Hrsg.) (2002):
Mobilität von Jugendlichen. Psychologische, soziologische und umweltbezogene Ergebnisse und Gestaltungsempfehlungen.
Opladen: Verlag Leske und Budrich
Cover
"Mobilität von Jugendlichen"
Rd. 4500 Jugendliche standen bundesweit Rede und Antwort zur Mobilität der Zukunft. Gefragt war wie und mit welchen Motiven sie unterwegs sind. Die Untersuchung - ein gemeinsames Vorhaben von DJI (Deutsches Jugendinstitut, München), ILS (Institut für Stadt- und Landesentwicklung) und SFZ (Sekretariat für Zukunftsforschung) - wurde im Rahmen des Förderschwerpunkts "Mobilität besser verstehen" gefördert. Ziel des Untersuchungsprojekts mit dem Titel "U.MOVE" (how do you move) war es herauszufinden, wie Jugendliche und junge Erwachsene zu Verkehrsmitteln stehen, welches Fortbewegungsmittel warum bevorzugt wird. Dabei kommt der Frage nach dem Zusammenhang von Verkehrsmittelwahl und jugendkulturellem Hintergrund besondere Bedeutung zu.
Zu den Befunden zählt, dass große Unterschiede in der Mobilitätspraxis bestehen, z.B. abhängig davon, ob die Jugendlichen in städtischen oder ländlich strukturierten Regionen leben und ob von jungen Frauen oder jungen Männern die Rede ist. Auch gibt es Unterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern einerseits und Auszubildenden andererseits. Ländliche Räume weisen ein weniger dichtes Verkehrsnetz (ÖPNV) auf, weshalb hier längere Wegstrecken zu bewältigen sind. Deshalb kommt dem Pkw im ländlichen Raum eine größere Bedeutung zu. Neben diesen Aspekten spielen aber auch persönliche Erfahrungen mit Verkehrsmitteln sowie jugendkulturelle Besonderheiten für die Mobilitätspraxis Jugendlicher eine wesentliche Rolle. Moderne Kommunikationstechnologien werden für die Wegeplanung tendenziell eher von ökologisch interessierten Jugendlichen benutzt, denn Jugendliche planen üblicherweise nur ansatzweise. Wichtiger ist es die eigenen Aktivitäten mit denen der Peers zu synchronisieren. Der Schutz der Umwelt ist den befragten Jugendlichen wichtig, die eigene Mobilität aber auch. Die Lösungsansätze bezüglich Umwelt variieren je nach Standort. Männliche Technikfreunde, vor allem die auf dem Lande leben setzen auf moderne Technik, weibliche Befragte in städtischen Räumen sehen auch in der eigenen Gestaltung der Mobilitätspraxis einen wichtigen Ansatz für eine Problemlösung.
Die Ergebnisse der in vier unterschiedlichen Regionen durchgeführten Umfrage unter Jugendlichen im Alter von 15 und 26 Jahren münden in zielgruppenspezifischen Mobilitätsangebote, mit der Empfehlung verschiedene Verkehrsmittel (Pkw, Rad, Bus, Bahn etc.) zu kombinieren.







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