Folgen der Coronapandemie für den Kinderschutz

Aktuelle Ausgabe „Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe“ (KomDat) erschienen

18. November 2021 -

Schwerpunkt der Ausgabe 2/2021 der „Kommentierten Daten der Kinder- und Jugendhilfe“ – kurz „KomDat“ ‒ sind die Folgen der Coronapandemie für den Kinderschutz. Entgegen der Vermutungen großer Rückgänge an Meldungen bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung aufgrund von Kontaktbeschränkungen, hat sich der steigende Trend der letzten Jahre bei den Gefährdungseinschätzungen konstant fortgesetzt. Rückläufig ist demgegenüber die Anzahl der Inobhutnahmen. Analysen zum Kinderschutz deuten auf besondere Dynamiken während der Pandemie hin. Es zeigen sich beispielsweise eine Verringerung der Hinweise auf Kindeswohlgefährdung aus Schulen sowie vermehrte Meldungen und Interventionen aufgrund psychischer Misshandlungen.

Ein weiterer Schwerpunktartikel widmet sich dem steigenden Platzbedarf im Ganztag für Grundschulkinder und stellt die Ergebnisse entsprechender Vorausberechnungen vor. Demnach ist der Ausbaubedarf vermutlich geringer als bislang angenommen. Es zeigt sich aber, dass die Unterschiede zwischen den Ländern groß sind. Vor allem in den westdeutschen Flächenländern wird ein erheblicher Ausbau notwendig sein.

Der Informationsdienst „KomDat – Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe“ der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik erscheint dreimal jährlich. KomDat präsentiert Ergebnisse der Auswertungen und Analysen auf der Grundlage der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik sowie unter anderem Beispiele für Möglichkeiten und Grenzen bei der Nutzung dieser Daten.

Die herausgebende Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik ist Teil des Forschungsverbunds Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund und wird gefördert vom Bundesfamilienministerium, vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Technischen Universität Dortmund.

Der Forschungsverbund führt Forschungsprojekte zu den Themen Kindertagesbetreuung, Hilfen zur Erziehung, Kooperation von Jugendhilfe und Schule, Familien und Frühe Hilfen, Kinder- und Jugendarbeit, Personal und Qualifikation sowie Freiwilliges Engagement durch. Zu weiteren Aufgaben des Forschungsverbunds gehören wissenschaftsbasierte Dienstleistungen sowie die Beratung von Politik und Fachpraxis auf allen föderalen Ebenen.
 

Kommentierte Daten der Kinder- & Jugendhilfe, November 2021

Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/TU Dortmund


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