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Start für DFG-gefördertes Forschungsprojekt zu digitalem Aufwachsen

Wissenschaftler:innen des Deutschen Jugendinstituts, des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung und der Universität Oldenburg untersuchen im deutschen Teil einer europaweiten Panelstudie, wie digitale Lebenswelten die Entwicklung und das Wohlbefinden von Kindern in Deutschland prägen

© Gettyimages/Tahsi-Delek

27. Juli 2026 -

Digitale Medien sind heute selbstverständlicher Bestandteil des Alltags junger Menschen – beim Lernen, in der Freizeit, in Freundschaften und im Familienalltag. Wie sich diese digitale Lebenswelt langfristig auf das Wohlbefinden und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirkt, soll im Rahmen der Panelstudie „Growing Up in Digital Europe“ (GUIDE) erstmals umfassend untersucht werden. Dazu sollen in mehreren europäischen Ländern vergleichbare Daten erhoben werden, die es ermöglichen, Entwicklungsverläufe über Ländergrenzen hinweg zu analysieren. Den deutschen Beitrag zu diesem Projekt mit dem Titel „Well-being in the Ongoing Digital Age: The German Child and Youth Panel“, kurz WODY, leisten Wissenschaftler:innen des Deutschen Jugendinstituts (DJI), des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sie werden dafür über zunächst drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einer Summe von insgesamt etwa 4,3 Millionen Euro gefördert. Projektstart ist am 1. Oktober 2026.

„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der DFG und darauf, an diesem wichtigen europäischen Forschungsvorhaben mitzuwirken. Mit WODY bauen wir in Deutschland eine langfristig angelegte Studie auf, die es uns ermöglicht, das Aufwachsen und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen über viele Jahre hinweg zu verfolgen, den Einfluss der zunehmenden Digitalisierung zu untersuchen und damit eine wichtige Grundlage für weitere Forschung und evidenzbasierte Politik zu schaffen“, sagt Prof. Dr. Susanne Kuger vom DJI, die gemeinsam mit Prof. Dr. C. Katharina Spieß vom BIB Sprecherin des Projekts WODY ist. 

„Das besondere an unserem Forschungsansatz ist, dass wir die Befragungsdaten mit passiv erhobenen Daten zur digitalen Mediennutzung verknüpfen, etwa zu Dauer und Art der Smartphone-Nutzung. Damit können wir den digitalen Alltag von Kindern und Jugendlichen differenziert erfassen", sagt Projektkoordinatorin Dr. Sabine Düval vom DJI. 

An der wissenschaftlichen Leitung des Projekts WODY sind neben den Sprecherinnen Prof. Dr. Susanne Kuger (DJI) und Prof. Dr. C. Katharina Spieß (BiB) sowie der Koordinatorin Dr. Sabine Düval (DJI, Gastwissenschaftlerin am BiB), Prof. Dr. Sabine Walper (DJI), Dr. Mathias Huebener (BiB) und Prof. Dr. Michael Feldhaus (Universität Oldenburg) beteiligt. Dieses deutsche Team wird eng mit dem europäischen Konsortium des GUIDE-Projekts zusammenarbeiten, das Prof. Dr. Seaneen Sloan (University College Dublin) und Prof. Dr. Gary Pollock (Manchester Metropolitan University) leiten. Insgesamt arbeiten in GUIDE Wissenschaftler:innen aus 28 europäischen Ländern zusammen. 

Bereits im Vorläuferprojekt GUIDEPREP haben das DJI und das BiB gemeinsam mit einem Teil der europäischen Partner die wissenschaftlichen und methodischen Grundlagen sowie die Forschungsinfrastruktur von GUIDE vorbereitet. Ab Oktober 2026 wird diese enge Zusammenarbeit im Projekt GUIDEPREP2 fortgeführt, das die wissenschaftliche Koordination und die methodische Weiterentwicklung der Studie bis zum Start der ersten Befragung unterstützt. 

Projekt GUIDE “Growing Up in Digital Europe” 
Vorläufer-Projekt GUIDEPREPBundesinstituts für Bevölkerungsforschung Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 
Kontakt
Dr. Sabine Düval
Projektkoordinatorin WODY 
089/62306-166
dueval@dji.de
wody@dji.de 

Uta Hofele
Abteilung Medien und Kommunikation, DJI
089/62306-446
hofele@dji.de