Sprachbildung wird in Kitas immer wichtiger
Knapp die Hälfte des pädagogischen Personals hat sich bereits in der Ausbildung mit sprachbezogenen Themen beschäftigt

Die sprachliche Bildung bekommt im Qualitätsdiskurs in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) immer mehr Aufmerksamkeit. Dabei rückt auch die Ausbildung des pädagogischen Personals in den Vordergrund. Im Jahr 2024 hat sich bundesweit knapp die Hälfte (48 Prozent) des pädagogischen Personals in Kindertageseinrichtungen mit sprachbezogenen Themen als Teil der beruflichen Ausbildung beschäftigt. Dies zeigen Daten des Forschungsprojekts „Entwicklung von Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung (ERiK)“. Neben Aspekten wie „Kindliche Sprachentwicklung“ und „Sprachspiele zur Sprachförderung“ wurde auch erhoben, ob das Thema „Mehrsprachigkeit“ behandelt wurde.

Da Ausbildungsinhalte einem Wandel unterliegen, sind Altersunterschiede hier von besonderem Interesse: Ältere Mitarbeitende gaben deutlich seltener an, dass Mehrsprachigkeit Thema der formalen Ausbildung war als jüngere Beschäftigte. Weniger als ein Drittel der Befragten, die vor dem Jahr 1970 (32 Prozent) beziehungsweise zwischen 1970 und 1979 (30 Prozent) geboren wurden, gaben an, dieses Thema behandelt zu haben. Während knapp die Hälfte (48 Prozent) der zwischen 1980 und 1989 Geborenen angaben, dass Mehrsprachigkeit Teil ihrer formalen Ausbildung war, befassten sich 61 Prozent der jüngsten Befragten (seit 1990 geboren) mit diesem Thema im Rahmen ihrer formalen Ausbildung.
Diese Befunde verdeutlichen, dass sich Ausbildungsinhalte an gesellschaftliche Veränderungen anpassen. In der Ausbildung des pädagogischen Personals wird stärker berücksichtigt, dass ein zunehmender Teil der Kinder im Vorschulalter im Alltag mit mehr als einer Sprache konfrontiert ist. Darüber hinaus zeigt sich, dass in allen Alterskohorten ein Bedarf an Fort- und Weiterbildung zum Thema „Sprachliche Bildung“ besteht, bei den älteren Jahrgängen stärker als bei den jüngeren.
Weitere Ergebnisse zur Entwicklung der Qualität und Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung sowie zu den Handlungsfeldern des Kita-Qualitätsentwicklungs- und -teilhabeverbesserungsgesetzes (KiQuTG) finden sich im kürzlich erschienen ERiK-Forschungsbericht V.
ERiK-Forschungsbericht V (Befunde des indikatorengestützten Monitorings zum KiQuTG)DJI-Forschungsprojekt „Entwicklung von Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung (ERiK)“
Kontakt
Dr. Yasmin Öztürk
Projektleiterin „Entwicklung von Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung (ERiK)"
Tel.: 089/62306-209
oeztuerk@dji.de
Dr. Anna Selmayr
Wissenschaftliche Referentin „Entwicklung von Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung (ERiK)"
Tel.: 089/62306-386
selmayr@dji.de
Martin Kern
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-397
mkern@dji.de