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Inklusion: Erfahrungen in Ganztagsschulen

31. August 2016 -

Die 2008 in Kraft getretene UN-Konvention für die Rechte von Behinderten sieht vor, dass junge Menschen unabhängig von ihren Fähigkeiten und Beeinträchtigungen miteinander und voneinander in einer Schule für alle lernen. Das Ziel ist klar, der Weg dorthin nicht leicht – und die Bewertung der Effekte sehr unterschiedlich. In einer aktuellen DJI-Studie kommen Jugendliche der 9. Klassenstufe, die an Inklusionsschulen unterrichtet werden, selbst zu Wort. Sie erleben die gemeinsame Beschulung überwiegend als sehr positiv, nur in Einzelfällen wird von Ausgrenzungen durch Mitschüler/innen berichtet. Die aktuelle Studie schließt an eine Reihe von Vorgängerprojekten an: Die „Münchner Schulabsolventenstudie“, eine quantitative Längsschnittstudie mit sechs Erhebungswellen zwischen 2008 und 2012, zeichnete die Bildungswege von Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf nach. Hieran schloss sich eine zweistufige qualitative Befragung von Förderschulabsolventinnen und -absolventen an. Die Untersuchung „Inklusion und Ganztagsschule – zur Bedeutung der Jugendhilfe“ (2014) hat eruiert, wie Ganztagskonzepte und Jugendhilfe zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung an allen Bereichen des Lebens beitragen. Im November 2014 fand in Berlin eine Fachtagung zur Rolle der Jugendhilfe in der inklusiven Bildung statt, zu der 2015 eine Dokumentation veröffentlicht wurde.