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DJI-Expertin Possinger beim Drei-Generationen-Talk

20. Januar 2016 -

Die Frage nach dem Comeback der alten Rollenverteilung stand auf dem Programm einer Fernseh-Talkrunde in der ARD-alpha-Reihe „Denkzeit“. Die Leiterin der DJI-Fachgruppe Familienpolitik und Familienförderung, Dr. Johanna Possinger, war eingeladen, das Thema aus Sicht der Wissenschaft zu kommentieren. „Die hohen Zustimmungsraten in puncto gleichberechtigter Partnerschaft über alle Altersgruppen hinweg stehen im Widerspruch zur gelebten Praxis“, erklärte Possinger. Den Preis für diese Rückkehr zur traditionellen Arbeitsteilung, die meist mit der Geburt des ersten Kindes einsetzt, zahlen drei Parteien: die Frauen mit dem Verlust von Verdienst, Aufstieg und Anerkennung, die Männer mit einer hohen Unzufriedenheit, weil ihr Anspruch ans Vatersein mit den Umsetzungsmöglichkeiten kollidiert, und die Kinder, die unzufrieden mit der geringen „Papazeit“ sind. Partnerschaftliche Familien dürften steuerlich nicht weiter benachteiligt werden, die Betreuungsinfrastruktur müsse quantitativ und qualitativ weiter ausgebaut werden und Arbeitgeber sollten sich flexibler gegenüber engagierten Vätern und Müttern zeigen, forderte Possinger.

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