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Familienernährerinnen: Motiv ist eher Existenzsicherung als Emanzipation

Derzeit sind in 22 Prozent der Familien in Deutschland Frauen die Haupternährerinnen – Tendenz steigend. Auch deshalb, weil europaweit Frauen die Männer bei den Bildungsabschlüssen nicht nur ein-, sondern überholt haben, erklärt Dr. Karin Jurcyzk, Leiterin der Abt. Familie und Familienpolitik am DJI gegenüber Bayern2. Der Notizbuch-Beitrag widmete sich dem Phänomen der „Familienernährerinnen“, das auch in einem DJI-Projekt näher untersucht wird. Julia Sailer (DJI) weiß aus zahlreichen Interviews, dass die neue Rollenaufteilung nur in seltenen Fällen freiwillig gewählt wurde. Meist sind prekäre Einkommensverhältnisse des Ehemannes der Auslöser. Während die Mütter häufig vom schlechten Gewissen geplagt werden und darauf bedacht sind, den Stolz der „Hausmänner“ nicht zu verletzen, wünschen sich die „Helden der Hausarbeit“ mehr gesellschaftliche Akzeptanz für ihre Sorgearbeit und von Arbeitgeberseite mehr Teilzeitangebote.

10. Juni 2015 -

Derzeit sind in 22 Prozent der Familien in Deutschland Frauen die Haupternährerinnen – Tendenz steigend. Auch deshalb, weil europaweit Frauen die Männer bei den Bildungsabschlüssen nicht nur ein-, sondern überholt haben, erklärt Dr. Karin Jurcyzk, Leiterin der Abt. Familie und Familienpolitik am DJI gegenüber Bayern2. Der Notizbuch-Beitrag widmete sich dem Phänomen der „Familienernährerinnen“, das auch in einem DJI-Projekt näher untersucht wird. Julia Sailer (DJI) weiß aus zahlreichen Interviews, dass die neue Rollenaufteilung nur in seltenen Fällen freiwillig gewählt wurde. Meist sind prekäre Einkommensverhältnisse des Ehemannes der Auslöser. Während die Mütter häufig vom schlechten Gewissen geplagt werden und darauf bedacht sind, den Stolz der „Hausmänner“ nicht zu verletzen, wünschen sich die „Helden der Hausarbeit“ mehr gesellschaftliche Akzeptanz für ihre Sorgearbeit und von Arbeitgeberseite mehr Teilzeitangebote.