Publikationen
Abbau von Bildungsbarrieren als interdisziplinärer Forschungsgegenstand
Abbau von Bildungsbarrieren als interdisziplinärer Forschungsgegenstand. Scharf, Jan/Damm, Katharina/Kuger, Susanne/Maaz, Kai (Hrsg.): Bildungsbarrieren identifizieren - Bildungschancen entwickeln. Potenziale verschiedener Lernumwelten beim Abbau von Ungleichheit. Münster: Waxmann Verlag, S. 9-21
Dieser Beitrag führt in den Sammelband „Bildungsbarrieren identifizie- ren – Bildungschancen entwickeln. Potenziale verschiedener Lernumwelten beim Abbau von Ungleichheit“ ein und beschreibt zentrale Forschungsfragen sowie methodische Zugänge zum interdisziplinären Thema des Abbaus von Bildungs- barrieren. Ausgangspunkt ist die anhaltende soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem, die sowohl theoretisch als auch empirisch beleuchtet wird. Bil- dungsbarrieren werden als mangelnde Passung zwischen individuellen Lebens- welten und den Anforderungen des Bildungssystems verstanden – insbesondere für benachteiligte Gruppen. Es wird diskutiert, wie sich diese Barrieren definieren und untersuchen lassen und welche Ansätze zur Prävention, Reduktion und Kom- pensation bestehen. Die empirischen Beiträge des Sammelbands untersuchen, wie formale, non-formale und informelle Bildungssettings zusammenwirken und wel- che Potenziale sich aus ihrem Zusammenspiel ergeben, um mehr Bildungschan- cen zu ermöglichen. Dabei werden verschiedene Lebensphasen, soziale Merk- male und räumliche Kontexte berücksichtigt. Methodisch setzen die Studien auf qualitative und mehrperspektivische Ansätze, um komplexe Wirkmechanismen sichtbar zu machen. Der Band basiert auf Forschungsarbeiten aus Projekten der Förderrichtlinie „Abbau von Bildungsbarrieren: Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung. Ziel ist es, empirisch fundierte Erkenntnisse über die Entstehung und den Abbau von Bildungsbarrieren zu ge- winnen und Impulse für Forschung, Praxis und Bildungspolitik zu geben.
[online unter: https://doi.org/10.31244/9783818850951]