Publikationen
(Un-)Möglichkeiten des Eingreifens
(Un-)Möglichkeiten des Eingreifens. Bystander:innen-bezogene Prävention bei sexualisierter Peer-Gewalt – Erkenntnisse und Evaluationsergebnisse aus dem Forschungsverbund ‚CHAT'.
In: Kindesmisshandlung und-vernachlässigung, 28. Jg., H. 2, S. 198-209
Auf Basis der Ergebnisse qualitativer Erhebungen mit Jugendlichen und Fachkräften wurden in dem vom BMBF geförderten Verbundprojekt ‚CHAT‘ – gemeinsam mit der Praxis – ein Präventionsworkshop für Jugendliche sowie ein Fortbildungscurriculum für Fachkräfte entwickelt und begleitend sowie implementationsorientiert evaluiert. Die Ergebnisse zeigen: Prävention muss soziale Normen, Relativierungsprozesse und gruppendynamische Einflüsse adressieren. Wirksame Interventionen gelingen dort, wo Bystander:innen in ihren Schutzmotiven gestärkt, institutionell eingebettet sowie von Erwachsenen begleitet und nicht allein gelassen werden. Der Beitrag stellt zentrale Erkenntnisse sowie die entwickelten Konzepte und ihre Evaluation vor. Based on the results of qualitative data collected from young people and professionals, the BMBF-funded joint project “CHAT” developed a prevention workshop for young people and a training curriculum for professionals in collaboration with practitioners, which were evaluated in an accompanying and implementation-oriented manner. The results show that prevention must take social norms, relativization processes, and group dynamic influences into account. Effective interventions are successful when bystanders are strengthened in their protective motives, institutionally embedded, accompanied by adults, and not left alone. This article presents the most important results as well as the concepts developed and their evaluation.